An Tagen wie diesen

  • Heute war so ein furchtbarer, lustiger, ärgerlicher und schöner Tag.

Wir machten uns nach dem Frühstück auf in Richtung Friedhof Recoletto. Erwähnte ich schon, dass wir eher schlecht als recht Karten lesen können und auch nicht wissen wo Norden ist? Geht alles noch, aber wir finden den verdammten Plan seit heute morgen nichtmal mehr…😬 Nunja, also wir marschierten los, gemäß Monikas Anweisungen (ja, das muss auch einmal gesagt sein 😂😂) vom Plan von der Stadt Rundfahrt. Ich habe mir zusâtzlich einen Plan aufs Handy geladen, der auch offline funktioniert und der hat ein sich mit bewegendes Pfeilchen, drauf geschaut und bemerkt, wir laufen in die falsche Richtung (Bemerkung dazu: es sollte ein Augen rollendes Emotidings geben). Umgedreht und losmarschiert befanden wir uns hinter einem schwulen Päärchen und ich studierte die beiden, denn die kamen mir bekannt vor. Irgendwann wusste ich woher und habe die beiden angequatscht. Wochen vorher sassen wir nämlich im gleichen Bus, von Copacabana nach La Paz (man erinnere sich: im gleichen Bus sass auch der arme Kerl neben mir, der seine Plastiktüte gefüllt hat)

Die beiden sind aus Hongkong und Michael, der eine, wusste grad genau wer wir sind.😆 Welch ein Zufall, sie hatten eine ganz andere Route ab La Paz als wir und man trifft sich in der Millionenstadt Buenos Aires wieder. Grund genug, gemeinsam den Friedhof zu besuchen und anschließend noch zu käfelen, man war sich auf Anhieb sympathisch.

Eva Duarte- Peron

Eva Duarte- Peron

Während sie im Anschluss in Richtung Chinatown wollten (hatten wohl Heimweh😊) zog es uns nach La Boca und seine farbigen Häuser. Super Idee gsi imfall. Paar Stunden später fand im Stadion La Bonbonera ein Fußballspiel statt und im Stadion haben an die 70’000 Leute platz,.Jänu, das Polizeiaufgebot war riesig, die Menschenmenge ebenfalls, aber alles friedlich. Wir haben uns grad heimisch gefühlt dort, so zwischen Selfieschiessenden Touristen, farbigeñ Häuser Tango tanzenden Paaren, lauter Musik, Fußballfans mit Fahnen und den Marktständen.

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La Bonbonera

La Bonbonera

Für Morgen haben wir einen Ausflug nach Colonia (Uruguay) geplant und die Fährtickets kann man schon im voraus kaufen, die eine Fähre legt auch im Bereich la Boca ab. Gemäß meines Kartenapps 1.3 km von da weg wo wir waren. Das kann man ja zu Fuss machen. Gesagt, getan und losmarschiert. Auf einmal fanden wir uns in einem ganz üblen Viertel wieder, man fühlte sich beobachtet und wir haben im laufen veranschlagt wie weiter. Umdrehen kam für mich nicht infrage, damit hätten wir uns grad als dumme Touristen geoutet. Nichts anmerken lassen und einen Zahn zulegen beim gehen. Mir tropfte der Schweiss den Rücken runter. Alles in Allem waren das vielleicht 3km (ein Hoch auf die APP von wegen 1.3). Den Rest gab uns noch der Umstand, daß es plötzlich vor dem Fährhafen, also unserem Ziel, etwa 4 Polizeiauto auftauchten, es gab da wohl ein Problemchen mit einem Fährgast.

Angekommen wurden wir vertröstet, weil grad die Passagiere für die nächste Fähre abgefertigt wurden, also warteten wir, sahen junge, verliebte Päärchen beim verabschieden, einen Touristen mit Velo, Rucksack Anhänger und 2!!! Gitarren, etliche Backpacker etc. Als alle abgefertigt waren, vertröstete man uns, es gehe noch etwa eine halbe Stunde…nach total 2 Stunden kamen die Schlurpis zurück. Wir sollten unsere Tickets bekommen. Als die lahme Ente (sorry, bei dem Arbeitstempo würden wir alle gefeuert werden) dann fröhlich gesagt hat, dass die Tickets zusammen 1600 Pesos kosten würden, kippten wir fast aus den Latschen. Das sei hält so, auf den Preis im Prospekt kämen noch 900.- Taxen dazu, da hatte ich Mühe die Contenence zu wahren. Wir verließen dann das Haus ohne Tickets, wir gehen morgen statt dessen nach Tigre hoch. Ein Tipp unserer neuen, argentinischen Freunde aus dem Pantanal.

Taxi war natürlich keins mehr da, also machten wir uns auf, die letzten 100m zu Fuss zur grossen Strassen zu laufen, zügige Gangart versteht sich. Als ein Taxi vorbei fuhr ohne auf Handzeichen zu halten dachten wir nichts dabei. Das nächste Taxi fuhr erst weiter, dann hielt es doch an. Als wir eingestiegen sind, erwartete uns ein Donnerwetter 😩😩😩. Der Taxifahrer hat uns fast angebrüllt, dass wir diese Gegend meiden sollen, er dort eigentlich nie anhält  und wenn dann sollen wir ein Taxi per Telefon bestellen und quasi wehe er erwischt uns nochmal dabei…😧

Tja, wir haben ja kapiert, mein Gottchen (Mam, es bedarf keiner weiteren Predigt! 😉) Und daraufhin haben wir uns ein Steak gegönnt und während dem ganzen Drama war dann das Fussballspiel fertig und die Fans auf dem Heimweg, also es ist so, daß nicht nur die yb- Fans Petarden zünden, die Boca-Fans auch. Die einfach mitten auf der Avenida Santa Fė.


Kommentare

An Tagen wie diesen — 2 Kommentare

  1. Nei liebi Anita. Es hit ke witeri Predig. Ha mittlerwile gmerkt dass es glich nüt nützt. Dir sit ja zwe starchi Froue u wüsset nech ds hälfe. Hoffi wenigstens. Der nächst Kommentar muesch aber de fertig schribe u nid mitts im satz ufhöre. Wünsche witerhin viu spass u spannendi erläbnis

  2. Ah sorrxx übrigens nun habe ich auch den letzten Satz verstanden und den Schlusspunkt gesehen. Der Satz ist also fertig, ich habe ja gar nichts gesagt. (Brille sei Dank)

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