Die Odysse bzw. scheiss Karma

Wer sich zufälligerweise den gestrigen Beitrag zu Gemüte geführt hat, der könnte ansatzweise auf die Idee kommen, dass die nicht ganz korrekten Mailadressen zu unserer heutigen Odyssee geführt haben könnten.

Dabei hat alles so gut begonnen. Beim einchecken wurden wir von einem jungen, dunkelhäutigen Mann angesprochen, ob wir aus der Schweiz kommen, er studiere in Lausanne an der internationalen Universität. Er wich uns nicht er mehr von der Seite und musste sich zur Strafe alle unsere Reiseerlebnisse anhören. 😂 Im Gegenzug erzählte er er ein bisschen von sich. Vier Wochen unterwegs, in Ecuador und Kolumbien, wir hatten uns einiges zu erzählen. In Cartagena haben sich unsere Wege getrennt, aber nicht ohne – freiwilligen- Handynummerntausch.

Wir sind mit dem Taxi zum gemieteten Appartementhaus gefahren und dort fing unsere Odyssee an. Sie sollte sich über Stunden hinziehen. Es lag keine Reservierung vor.Wir mussten also Bookinh.com anrufen. Schließlich hatten wir ja drei Nächte gebucht. Der Vermieter jedoch hat sich entschieden, das jemand anderem zu vermieten, wir hätten die Rechnung nicht bezahlt – eh, wir haben die Kreditkarten Nummer hinterlegt. Nach endloser Warterei bei ca. 72 grad im Schatten oder so, erhielten wir die Nachricht, dass man uns eine Alternative hätte. Dafür mussten wir aber online gehen. Also suchten wir uns ein Restaurant mit WiFi. Man sollte meinen, dass das in einem Touristenort wie Cartagena kein Problem ist, hatten wir do h auch im hinterletzten Kaff WiFi.

Wir also unterwegs, mit den Rucksäcken und bei inzwischen öppen ca. 100 grad Aussentemperatur, es war ja früher Nachmittag. 😥Und wir wurden fündig. Monika betrat die Strandbar mit den Worten, wenn ihr eine Toilette und WiFi habt, trinken wir hier was. Hat geklappt. Gut, wir haben uns Bookings Alternative angeschaut und zähneknirschend eingewilligt (Bewertungen unter 8.0).

Inzwischen eine whatsapp- Nachricht von unserem jungen, indischen Freund aus Lausanne, dass er ohne Buchung einen Platz im Hostal gefunden hat. Schön, wenigsten einer!😊 Schön und gut, die Reservation getätigt und mit dem Taxi los, wir wollten nichts anderes als duschen. Leider fand der Taxifahrer die Adresse nicht. Das ist jetzt nicht ganz so außergewöhnlich hier, keine Ahnung, aber die haben extrem Mühe. Dass er uns dann noch angeschnautzt hat, weil wir keine Apartment Nummer hatten, schlug dem Fass den Boden aus. Ich war dann auch nicht zimperlich und antwortete entsprechend und bedeutete ihm, uns zurück zu der Bar zu fahren (WiFi). Dort war mir dann so heiss, dass ich aus den Augen schwitzte und gar nicht damit aufhören konnte. Zumal ich wieder Booking.com, von meinem schweizer Handy aus Kolumbien auf eine Nummer in den USA anrufen musste… Der Barbesitzer stellte mir Wasser hin und einen Stuhl und alle waren so härzig und lieb!😍

Die Dame war sehr nett, meinte aber uns nicht helfen zu können, der Hausbesitzer wolle sowieso zuerst Geld sehen und Monikas Kreditkarte und die Travellercard würden nicht akzeptiert (im Nachhinein Lage wohl daran, dass es MasterCard und nicht Visa war) und dann verlor ich etwas die Nerven, nur ganz bizzli und ich musste auf englisch meinem Frust Luft verschaffen. Vom Lammentieren wegen schweizer Handy blabla bis hin zum Schlusswort “ and, the Taxidriver dont find this fucking Bilding“ musste grad alles raus und Cartagena brauchten wir auch grad nicht mehr, sie solle alles kostenlos stornieren und die Aufwendungen würden wir in Rechnung stellen.

We z Wasser Stigt u stigt

We z Wasser Stigt u stigt

Zeitgleich donnerte ein heftiges Gewitter über die Strandbar, knöcheltiefe Glunggen Überfall. Auch das noch. Das brachte meine Augen grad noch mehr zum schwitzen.

Monika hat mit den letzten 5% Handyakku noch ein kleines Hotel gesehen, das wir auch zählen können. Der nette Barbesitzer rief für uns an um den Preis zu erfragen und buchte grad schnell für uns, rief uns ein Taxi, wollte kein Geld für all seinen Aufwand (noch mehr Schweiss in meinen Augen) und wir zogen los und versuchten unser Glück.

Angekommen wurden wir so herzlich empfangen und gehegt und gepflegt, dass es uns bald besser ging. So dass wir, frisch geduscht, mit einem Bier auf der Dachterrasse sitzend entschieden haben, Cartagena noch eine 2. Chance zu geben. Ich bin sicher, wir werden es nicht bereuen!! 😊

Aussicht von der Dachterrasse

Aussicht von der Dachterrasse


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