Ein Tag am Strand

Gerne erfreue ich euch mit einer Strandgeschichte. Ich bin sicher, der eine oder andere denkt jetzt sicher, äh wie langweilig, sind die Weiber am Strand, u de? Absolut einer Meinung mit euch und trotzdem, mir egal was ihr denkt, ich erzähls trotzdem.DSC_0002_4

Aber ich starte damit,dass wir gestern endlich ein Date mit unserem ausgewanderten Cousin Thomas hatten. Er erwartete uns an der Hotelbar und schnupperte an uns – sorry Tömu, da muesi bringe- und meinte, mhhh, dir schmöcket nach Sollberger. Wir nahmen das als positive Aussage an. 😁 10 Jahre nicht gesehen und doch oder grad drum quasselten wir ohne Punkt und Komma und schwups hatten wir schon leicht wirre Gedanken im Kopf, man weiss nicht, lags am Bier oder den Gesprächen… Auf jeden Fall musste was zu Essen her. Wir entschieden uns für Fleisch und nach dem Kampf mit dem Geldautomaten, der uns einfach kein Geld geben wollte, weil wir keine arme Familie mit einer gewissen Anzahl Peso unterstützen wollten (der Kasten fragt einen, ob er von deinem Geld sounsdoviel Geld abzwacken kann, um eine kinderreiche Familie zu unterstützen, wir drückten etwa 22x nein, bis er es kapiert hat) sassen wir in einem mit Palmblättern gedeckten Schuppen vor dem Mandarinensaft – Vitamine gegen einen möglichen Kater, ihr wisst schon. Und wir machten Selfies ohne Selfiestange natürlich. Unsere charmante, männliche Begleitung erzähle jedem der es wissen oder nicht wissen wollte, dass er Besuch von seinen schweizer Cousinen bekommen hat.

Spät am Abend trennten wir uns, weil wir heute gemeinsam an den Strand wollten und unser Taxifahrer bekam die Order, die Königinnen sicher ins Hotel zu bringen, hähä. Nun können wirs ja sagen, der fuhr wie sau!!! Soviel dazu. Auf jeden Fall bezahlen wir auf wundersame Weise deutlich weniger hohe Taxikosten, seit ein „Einheimischer“ die Verhandlungen führt.😀

Heute Morgen hämmerte das Köpflein etwas, aber das Frühstück liess alles Quälen vergessen. Die haben hier sogar eine Nespressomaschine. Man hätte Monikas Gesichtsausdruck zwingend filmen sollen. Die gleiche Kapsel kolumbischen Kaffees wie daheim. Fast hätte sie vor Glück aus den Augen geschwitzt. Ich schwöre! Dann lief im TV (die laufen hier Tag und Nacht) auch noch das Match FC St Gallen gegen FC Basel, äh hmmm? Und auf dem Platz schneite es, während es hier, naja, auch kalt war – die cheiben Klimas halt.

Um neun hatten wir abgemacht, südamerikanisch angehaucht, machten wir uns um halb zehn auf die FlipFlops, luden Cousin Thomas unterwegs irgendwo ein (gemäße Whats APP Order, die ich dem Taxifahrer einfach unter die Nase gehalten habe), fuhren zum Strand um dann mit dem Boot zu einem anderen Strand zu gelangen. La Playa Blanca. Im Boot mussten Schwimmwesten getragen werden. Wir erwischten alle etwas kleine, auch der schlanke Verwandte, es lag als nicht an unseren Astralkörpern und der Witz dabei war, wär das Boot abgesoffen, wären wir ertrunken, weil wir uns mit den kleinen Schwimmwesten gar nicht rühren konnten!!! Aber Vorschrift ist nunmal Vorschrift, jawoll und wir bezahlten ja nicht mal was, Dank unseren Konnektschens zu jemanden der Konnektschens hat! 😁 Es war ein toller, gemütlicher Strandsonntag und manch eine Stringbikiniträgerin hätte wohl gut daran getan, etwas mehr für mehr Stoff auszugeben, aber anyway (ich wusste gar nicht, dass es noch Stringbikinis gibt 😱). Wie auch immer, Thomas und ich waren noch schnorcheln, hab paar schöne Fische, eine Seegurke und paar Seeigel kennen gelernt, bis ich auf die Idee kam, dass mir unglaublich schlecht werden muss. Keine Ahnung wieso, aber ich hatte plötzlich das Gefühl, Fische füttern zu müssen, wie man so schön sagt. Jänu, das war ein kurzer Spass und ich legte mich am Strand darnieder und pfauste eine Runde, offenbar mit offenem Mund, sehr zum Gefallen meiner Begleiter! 😒

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Eine süsse kleine Geschichte muss ich noch erzählen. Am Strand hats Getränke- Früchte- und Souvenirverkäufer, wie das so üblich ist. In Kolumbien wird auch Kaffee so angeboten. Ein alter, einfacher Mann kam mit seinen drei Landfrauenhydranten und wollte uns so einen auf schwatzen, was wir dankend ablehnten. Er schwatzte dann halt so weiter und wir erzählten ihm woher wir sind und dass es bei uns schneit. Er nickte, überlegte einen Moment und fragte dann: „dann ist bei euch wohl das Meer sehr kalt“. Ich fand das so allerliebst und erklärte ihm dann, dass wir nur Seen haben und diese schon recht kalt wären und erfreute ihn noch mit der Tatsache, dass es in der Schweiz aber doch auch Trucha (Forelle) gibt und das fand er erstaunlich.

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Nun sind wir daheim im Hotel, haben Sand aus allen möglichen….nein also ich mein, wir pflegen grad unsere leicht getöteten Schultern und Füsse, die hatten wir ja bis jetzt meist bedeckt gehalten und liegen etwas unter der Aircondition… Monika schwafelt schon was vom Zmorgenkaffee, dabei gabs noch nicht mal Znacht, ts.

Wir wünschen euch einen guten Start in die letzte Woche ohne uns…😂 Hasta la Pasta u hey, guet Zibelemärit, ein Glühmost auf uns!


Kommentare

Ein Tag am Strand — 2 Kommentare

    • Liebe Thomas, o mir sy überwältiget …. vom Meer , vom Strand , vo Kolumbie u vo dir. Mir gniesse die letschte Tage ar Sunne u fröie üs, wemer üs vo dir nomau dini jetzigi Heimat chöi la zeige ….
      Knuddel u hasta pronto „las reinas“ 😘

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