Jeder Tag bringt eine Überraschung

Also natürlich mindestens eine und ebenfalls natürlich erwartet man das auch gellens.

An Tag 1 habe ich festgestellt, dass der sauteure Worldadapter keinen peruanischen Dings hat zum einstecken. Gut hatte Monika einen uralten zur Sicherheit eingepackt. Heute dann, immer noch in Peru, einfach 2 Fahrstunden – auf die ich noch zurückkomme- musste ich mein Tablet einstecken und sehe, dass die Lampe im Hotelzimmer einen schweizer Stecker hat. Nun ist man geneigt zu überlegen wie ein schweizer Nachttischlämpli in ein peruanischen Hostel kommt, oder aber einfach froh, dass das Tablet wieder Saft bekommt.

Damit kommen wir zu unserem heutigen Abenteuer.😁 Auf unserer Reiseroute von Cusco nach la Paz werden wir natürlich auch der wunderbaren Inkastadt Machu Picchu einen Besuch abstatten. Nun sind wir aber bekanntlich auf Reisen und werden nicht verfolgt, daher sind wir eher gemütlich unterwegs. Auf dem Weg nach Aguas Calientes machen wir also eine Stopp in Ollantaytambo. Die Trecker unter euch wissen möglicherweise, dass das am Inkatrail liegt. Morgen fahren wir von hier weiter mit dem Zug. Um von Cusco nach Ollantaytambo zu gelangen,muss man entweder laufen, ein Taxi nehmen oder mit dem Bus fahren. Wir haben uns heute beim auschecken mit den freundlich Herren an der Hotelrezeption beraten und uns dann für den Bus entschieden! Die Herren haben uns ein Taxi gerufen, das uns zum Busbahnhof bzw. zur Haltestelle bringt. Soweit so gut. Irgendwo im Nirgendwo einer Stadt mit 300’000 Einwohner hat das Taxi angehalten und wir waren etwas verwirrt. Nun muss man wissen, dass es den klassischen Nah- und Fernbuslinien gibt und sogenannte Collectivos. Die großen Busse sind Fahrplan gebunden und transportieren wohl so 50 Leute. Die Collectivos haben Platz für vielleicht 15 Leute und fahren dann los, wenn sie voll sind. Wir sind also bei einer solchen Collectivo- Haltestelle gelandet, vielleicht ein klitzekleines Missverständnis bei der, in spanisch geführten Diskussion -im Nachhinein weiss ich auch wann, nämlich als es um denPreis ging 😁. Was solls, rein ins Abenteuer. Mit uns noch vier junge Frauen aus Deutschland, eine Mutter mit Kind und drei  Damen, einheimisch, sowie ein Quechuamann, der,nunja, eher etwas streng gerochen hat. Los ging es und ohne zu sehr ins Detail zu gehen, möchte ich sagen, dass das ein echtes Abenteuer war und wir uns einfach entschieden haben, rechts und links zum Fenster raus zu schauen und dabei den Blick nach vorne zu vermeiden!!!😇

Wir sind heil, unversehrt und mit nur leichter Übelkeit im wunderbaren Ollantaytambo angekommen, für die Fahrt von 2 Std. haben wir umgerechnet knapp 3.- pro Person bezahlt und dafür einiges geboten bekommen. Nun sitzen wir im gemütlichen Hostalgarten mitten in den Bergen und zum Znacht gibt es Tomaten- Thunfisch- Knoblauch- Spaghetti, selber gekocht!

Dachzimmer im Hostel Janaxpacha

Dachzimmer im Hostel Janaxpacha

So lässt es sich leben, oder?


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