Fleisch, Kleider, Telefonnummern

Seit gestern Freitag sind hier ebenfalls die Nachrichten voll mit den Ereignissen in Europa und Nordafrika. Wir fühlen mit den Hinterbliebenen, diskutieren das miteinander und wenn uns jemand danach fragt hier, dann geben wir auch Auskunft, einfach mit den Informationen, die wir aus unseren Medien haben. Doch kein Islamist bzw. kein Terrorist vermiest uns den Rest unserer Reise und daher ist das Leben hier heute auch mit vielen Erlebnissen weiter gegangen. Das dazu, nun schreibe ich in gewohnter Manier von unseren Erlebnissen

Wir sind gestern in der wohl (darf man das ächt so sagen?) hässlichsten Stadt unserer Route angekommen, Pardon.

Pereira

Pereira

Davor waren wir ja im lieblichen Dörfchen Salento in der Villa Kunterbunt zu Gast, ein krasser Kontrast. Nach einer Stunde Busfahrt – die homöopathischen Kügelchen kamen wieder zum Einsatz- erreichten wir Pereira am Busbahnhof. Auf der Suche nach dem Taxistand irrten wir so eine Viertelstunde herum. Beim Taxistand angekommen hatten wir das Problem, dass uns keiner mitnehmen wollte, wegen unserem Gepäck. Ihr seht, das war ein schwieriger Start.

Einmal im Hotel angekommen, es hat uns doch noch ein Taxifahrer mitgenommen, fanden sie keine Buchung von uns. Wir hatten wie immer ein/zwei Tage vorher über eine Buchungsplattform gebucht. Während nach einer Lösung gesucht wurde, haben wir noch mit den Angestellten über Freitag den 13. gescherzt. Wir sind da also noch gut dran. Hier nimmt man nicht nur Freitag, sondern auch Mittwoch den 13. als Aberglauben Tag. Irgendwann hatten wir unser Zimmer und genießen den Luxus eines Superhotels zu sehr günstigen Konditionen.

In der Nähe von Pereira befinden sich die Thermalquellen von Santa Rosa de Cabal. Heute statteten wir denen, Dank dem Einsatz des Hotelpagen mit Privat Chauffeur (bitte mal einen Tag ohne Bus), einen Besuch ab. Eine romantische Gegend, richtig üppig und satt und unsere alten, müden Knochen konnten sich in den warmen Quellen erholen.

Santa Rosa

Santa Rosa

Santa Rosa

Santa Rosa

Santa Rosa de Cabal

Santa Rosa de Cabal

Später war noch etwas Shopping angesagt. Nachdem wir heute mit unserem Cousin telefoniert haben und der uns gesagt hat, dass in Medellín viele Kleiderfabriken sind und daher Kleider günstig zu haben sind – wie wenn wir Platz haben im Rucksack,tsts – wollten wir einfach bummeln. Nun haben wir je zwei, bzw. Drei Blusen und noch so paar leichte Hosen für die Karibikküste…😇 und dabei haben wir weder Platz noch Gewichtskapazität. Also haben wir ein paar unserer alten Sachen aussortiert. Wer Monika kennt, (und allenfalls mal bei einer Züglete dabei war) der weiss, das war sehr sehr schwierig, uff.

Wir kochen die nächsten Tage wieder selber, wir haben in Cartagena wieder eine Wohnung gemietet, darum gönnten wir uns ein Steak. Lokal über Tripadvisor raus gesucht und hin. Au Mann, kleinstes Steak 400g, jesses. Beilage, und damit meine ich Beilage, war ein kleines Kartöffelchen und ca 4cm langes Stück gebratene Banane. Alles sehr lecker und der Kellner äusserst charmant und wissbegierig. Dann, es ging um die Rechnung, fragt der graumellierte Mann nach meiner Telefonnummer, ob wir wieder einmal herkommen würden und wenn ja, sind wir grad bei ihm eingeladen, jesses. Was machen in der Not? Sich der Sprache unmächtig stellen kannst du vergessen, nach zwei Stunden Smalltalk und dann kam die rettende Idee, er soll doch seine Koordinaten aufschreiben etc. Gemacht, getan, alles easy und dann legt er dir ein Blatt Papier hin für bitte die eigenen Angaben.

Ich sags nicht so gerne, aber ich habe eigentlich keine Hotmailadresse, Monika auch nicht… Nomal pardon 😯

Kaffee

Being in Paradies, aso für Kafitrinker 😂 Fred z.B. gäu

Wir sind in Salento, einem hübschen Dorf im Kaffee Dreieck von Kolumbien. Erstes, gebuchten Hostal ein Reinfall! Man konnte sich nicht drehen im Zimmer und Fenster gab es nur eins zur Rezeption. Im Haus daneben kamen wir unter…Villa Kunterbunt, nebst Zimmer vermieten, stellen sie auch noch einiges an medizinischen (und schätzungsweise auch vergnüglichen) Marihuana- Produkten her! 😃 die Zimmer sind einfach, aber sauber und die Nacht kostet ca. 17.-. Die Küche, naja, wir sind inzwischen hart im nehmen. Allerlei Leute hier, junge Paare, ältere Herren, Gruppen junger Männer und nebst uns auch noch ein Schwesternpaar. Die Leute kommen aus Israel, aus dem Aargau, aus Kolumbien oder Argentinien. Das Leben findet draussen statt, daher haben die Zimmer einfach Fensterläden, keine Fenster. Es ist Frühling hier, nachts relativ kühl, brrr. Aber lustig!!!

Salento

Salento

Gestern waren wir vom Don Elias auf seiner Kaffee- Finca. Zu Fuss ca. 1.5 Stunden zu wandern.

Auf dem Weg...

Auf dem Weg…

Die intelligenten Menschen unter uns ziehen für den Marsch die Wanderschuhe an, die andern Turnschuhe, neue notabene, man kann die ja gemütlich einlaufen. Gut ist mein schweizer Taschenmesser sehr scharf, ich hab die drei grossen Blasen aufgeschnitten, desinfiziert ,verbunden und lauf jetzt in Flipflops rum. 😉

Kafi, erst so

Kafi, erst so

Dann so

Dann so

Vor der m rösten

Vor der m rösten

Nach dem rösten

Nach dem rösten

Beim trinken

Beim trinken

Wir haben einiges gelernt über den Kafianbau und uns mit dem zahnlosen Don Elia herrlich auf spanisch unterhalten. Ich habe sogar gestanden, dass ich Teetrinkerin bin, er hats mit Humos genommen. Für den Rückweg haben wir dann das Angebot vom Jeepfahrdienst in Anspruch genommen. Schließlich hats angefangen zu regnen (öppen 22 Tropfen)

Familie von Don Elia

Familie von Don Elia

Wie schon erwähnt, fühlen wir uns sehr wohl in Kolumbien. Das Land hat so viel zu bieten. Heute gehts weiter nach Pereira, dort in der Umgebung gibts warme Heilquellen und das täte dann den alternden Hüften und Knien gut, sollte die Hanfsalbe nix nützen, hehe. Von dort dann am Sonntag nach Cartagena an der Karibikküste, jippie, nur noch Flipflops tragen.

 

Medellin u so

Einmal mehr ein Blog, um mich abzulenken. Wir sitzen grad im Bus von Medellin nach Salento im Kaffeedreieck. Linienbus inkl. WIFI und Platz für 17 Personen + Fahrer. Ich sitze zwischen Monika und einem dürren, jungen Franzosen mit Schnauz, dafür ohne Geld – ich komm noch drauf zurück. Es ist heiss trotz Klima, der Fahrer fährt wie eine lötige Sau und es geht über Berg und Tal, Stock und Stein.😂Wir hauen uns viertelstündlich homöopatische Anti-Übelkeitskügelchen rein. Gegen die Schmerzen im Knie hab ich mir mal ein Ibuprofeno 600 gegönnt und WC-Papier haben wir noch in Medellin gekauft. Es kann also gar nichts passieren. 😂

Dann kann ich ja ein bisschen von Medellin erzählen. Was für eine tolle und schöne Stadt. Mit 4Millionen Einwohner halb so gross wie Bogota und wesentlich angenehmer. Wir haben uns mit einigen Leuten länger unterhalten und wissen nun noch mehr über Land, Leute, Sozialsystem etc.

Natürlich werden wir immer wieder gefragt, wie Kolumbien und Medellin im allgemeinen in der Schweiz wahrgenommen wird und wenn ich an die Reaktionen denke, als wir von unseren Reiseplänen erzählt haben, herrscht da nach wie vor das Drogenthema und die Kriminalität vor. Wir haben uns viel erzählen lassen. Alles kann ich hier nicht schreiben. Aber wenn jemand Interesse hat, wir stehen gern für Auskünfte zur Verfügung.😊 Wir nehmen Kolumbien und seine Bewohner bis jetzt mehr als positiv wahr. Natürlich drehen wir manchmal fast durch, weil alles so langsam geht. Die Verkäuferin in aller seelenruhe grad noch ihre sms zuende schreibt. Das Bodenpersonal miteinander schwätzt, während wir eine Frage hätten. Die Leute sind unglaublich herzlich – mal abgesehen von einigen jungen Frauen, die meinen, die Welt drehe sich nur um sie, aber solche gibt’s bei uns zu Hauf auch – und interessiert an einem. Erzählen grad von sich und freuen sich einfach auch, wenn man sich für sie interessiert! Es ist selbstverständlich auch hier so, dass es Obdachlose gibt die betteln und auf der Strasse schlafen, verladen hertorkeln, aber wo gibt’s das nicht. Und Militär ist allgegenwärtig, bewaffnet natürlich. Und wer mit der Metrocable hoch auf den Berg fährt, sieht einiges Elend in den Armenvierteln. Nichts desto Trotz haben wir uns etwas verliebt in diese grüne Stadt und seine Einwohner, so dass wir auch noch paar Tage geblieben wären. Doch es gibt noch so viel zu sehen und zu erleben und uns läuft die Zeit davon.

Darum sind wir unterwegs nach Salento. Die Kaffeeanbaugebiete wollen wir uns nicht entgehen lassen und dann geht’s noch nach Cartagena und Santa Marta, da wollten wir ja in den Tayrona Nationalpark – der aber leider geschlossen ist im November, da die Indios ihn spirituell reinigen wollen. Gut haben wir familiäre Insider vor Ort…und damit einen Tipp als Alternative bekommen.

Es gibt noch einiges zu erleben.😊

Gut haben wir Zeit gewonnen, indem wir von Bogota nach Medellin geflogen sind, dumm dass ich dabei einen Denkfehler gemacht habe, indem ich das Kaffegebiet gedanklich verschoben hatten und wir jetzt mit dem Bus wieder Richtung Bogota fahren.😂

Gut sind wir schon älter und „vermögender“ als die jungen Franzosen und konnten uns am Rastplatz je eine Cola kaufen und mussten uns nicht -nach dem fragen nach dem Preis- eins teilen. Wobei zwei notabene zusammem ca.1.80 gekostet haben.

Gut auch, haben wir Ibuprufen bei uns. Des Alters wegen tut mich das Knie plagen bei so langen Fahrten. Wetten, der Franzose kennt das Problem nicht?😝

Bogotà

La Candelaria, Bogota

La Candelaria, Bogota

Drei Tage Bogotà ermüdet mehr als eine Woche arbeiten – kontraproduktiver Blogbeitrag…😂

Nein, die cheiben Grossstädte sind einfach unglaublich anstrengend. Was es da zu schauen, erleben und verarbeiten gibt, wow.

Das erste Erlebnis hab ich ja bereits beschrieben. Dann regnet es in Bogotá offenbar ständig mal wieder und unsere Unterkunft erinnert uns ein bisschen an die Zeit in der Uyuni. Kühle Wände, kalter Boden und im allgemeinen schlafen wir wieder im Odloshirt und die Bettflaschen sind auch wieder unter der Decke.

Plaza Simon Bolivar, Bogota

Plaza Simon Bolivar, Bogota

Gestern haben wir unter anderem La Candelaria erkundet. Momentan finden da Festivitäten zur Erinnerung an einen Anlass von vor 30 Jahren, wo die Guerilleros den Justizpalast erstürmten. Es ist also einiges los. Unseren zahnlosen Kofferträger haben wir auch wieder getroffen und er war hoch erfreut und wollte uns schon wieder begleiten.😂 Wir haben höflich abgelehnt und er ist extra nochmal zurück gekommen um uns zu sagen bis wo wir gehen können und ab wo wir absolut nichts mehr zu suchen haben. Ich find das noch erstaunlich, wie sich die Menschen Gedanken machen. Das war ja jetzt nicht das erste Mal, dass wir beranschlagt wurden.

Heute zog es uns etwas aus der Stadt, wir machten uns auf den Weg nach Zipaquira um die hübsche Stadt und die Salz Kathedrale zu besuchen. Nicolas, unsere argentinische Bekanntschaft aus dem brasilianischen Pantanal, hat uns diesen Tipp für Kolumbien gegeben…😁

Wir also den Transmillenioplan studiert -Transmillenio ist das Bussystem mit eigener Fahrspuhr in Bogotá- und uns eine Station zum zusteigen gesucht. Die Station war natürlich dort, wo wir nicht hingehen sollten, gemäße dem Zahnlosen. Aber wie sonst willst du in Bogotá Norden kommen. Gesagt, getan und nach etwas fragen sassen wir im richtigen Bus, konnten wir uns während fast einer Stunde ein bisschen umschauen. Bogotá hat tausend Gesichter. Plötzlich befanden wir uns in einer sehr wohlhabenden, sauberen Gegend. Und eine Stationiert weiter war alles wieder anders.

Nach etwa 2 Stunden in Zipaquira angekommen, waren wir plötzlich wieder mitten in den Anden – natürlich sind wir das auch in Bogotá – weiss getünchte Häuser mit farbigen Balken und…natürlich, die Panflöteler. Eben noch auf dem FrutigMärit, schon wieder hier (Insider,sorry).

Die Kathedrale hielt was sie versprach, sehr beeindruckend! Für uns Agnostiker ein bisschen zuviel des Guten, aber doch sehr schön.

Während wir auf dem Heimweg beim ersten Bus stehend über die Autobahn betretterten, ergatterte wir im Transmillenio je einen Sitzplatz. Später stieg, mit ca. 1 Million anderer noch eine Frau mit ihrem ca. 4 jährigen Kind ein. Der Kleine süsse tat mir leid, also fragte ich, ob ich ihn auf den Schoß nehmen soll und er kletterte sofort hoch, kuschelte sich auch gleich an und schlief ein.😇 Währenddessen unterhielt ich mich mit seiner Großmutter (wie sich herausstellte) die in meinem Alter war. Sie erzählte mir von ihren Kindern und vom Leben in Kolumbien, ich erzählte von uns und ich fragte sie über das Sozialsystem, Krankenkassen etc. aus. Es war sehr spannend und die Zeit raste davon. 😁

Als wir ausgestiegen sind war schon dunkel und wir in besagter übler Gegend. Also hielten wir ein Taxi an und prompt stand so ein abgewrackter Typ neben uns, der Geld dafür haben wollte, weil er uns ein Taxi angehalten hätte. Ehja, der Täxeler brüllte uns an (wieder einer) aber Himmel nomal, wenn die Station dort war. Wir mussten nur über die Querstraße. Das haben wir ihm erklärt und dass wir genau deswegen noch ein Taxi nehmen. Da wurde er noch hässiger, bis wir gemerkt haben, dass er sauer war, dass wir den Bus nahmen und kein Taxi und das Taxi nur noch zur Nothilfe. Tsä

Jänu, Morgen gehen wir weiter, Weg von Bogotá…. Nach Medellín 😂😂😂

 

 

Flugzeuge im Bauch

Gedanken während eines 7 Stündigen Fluges

So oft wir jetzt schon geflogen sind, so nicht gerne tu ich das nach wie vor…

Mir wird einfach oft übel dabei und naja, ich find Autos cooler… Mit Ausnahmen 😂
Zudem habe ich einfach kein gutes Gefühl. Klar, momentan sitzen 4 Nonnen mit uns im Flieger, also haben wir wohl eine gute Versicherung, oder? Dann sind Kinder und Babys an Board – die selbstverständlich immer vor, neben oder hinter uns sitzen und quengeln, plärren oder schlicht brüllen. Das ist aber ein anderes Thema. Worauf ich hinaus will ist, egal ob und woran man glaubt, niemand würde doch Gottesfrauen oder süssen Kinderchen etwas antun, oder? 😉
Dann schaut dich der kleine, unsympathische achtjahrige Junge mit einem Dämonenblick an, wieso weiß niemand, und man fängt an, an seiner Theorie zu zweifeln 😂
Oder auf dem vorangegangenen Flug die Dame auf der andern Seite, die zerzauste mit dem Mundschutz. Schützt sie uns vor sich, oder sich vor uns? Es ist klar, dass es Menschen gibt, die sich schützen müssen, dann hab ich ein schlechtes Gewissen ob meinen Gedanken.
Die Trulla aber zieht, nachdem sie vor der Landung ihr Kreuz um den Hals geküsst und Monika belehrt hat, dass sie das Handy jetzt ausschalten muss, sobald wir gelandet sind ihre Maske runter und – logischerweise bevor wir überhaupt angedockt haben- ihr Handy aus der Tasche und fängt an zu telefonieren. 😠
Um dann beim Gepäckband nochmal eine Show abzuziehen, weils was länger gedauert hat. Bei sowas schieb ich die  Krise!
Nunja, momentan befinden wir uns über dem Amazonas, hier abzustürzen wär ungünstig, all die Krokodile. Das habe ich vorhin über den Anden übrigens auch gedacht.😀 Wer erinnert sich an die, hmmm, Rugby- oder so Mannschaft?
Wir sind dauerhaft angeschnallt, weils immer wieder rüttelt und ich zieh die Dosis  homöopathische Übelkeitskügeli halbstündlich ein.
Um mich abzulenken schreib ich auf dem Handy diesen völlig überflüssigen Blogeintrag und wünschte, meine Mitreisenden hätten weder Blähungen noch Ausdünstungen.
Ich kann mir ja zur Not noch meinen Schal vor das Gesicht ziehen, der riecht nach Cola, da ich dankenderweise das Tischchen erwischt habe, das „gäge vüre heutet“ und natürlich nicht mein Becher Wasser, sondern der mit Cola ins Rutschen geraten ist. 😢
Ich find fliegen einfach bäh und versuch jetzt zu schlafeb

Srunden später, in unserem Domizil in La Candelaria. Ich leide, wie immer nach längeren Flügen an leichten Gleichgewichtsstörungen, das ist bis Morgen besser.

Wir sind angekommen und einmal mehr sind wir erschlagen von den Eindrücken. Die Stadt, die Taxizuteiler, die dir grad sagen “ Dont forget the Tip“ äh, eh OK. Die Taxifahrt, die zwei Blöcke vor dem Ziel endete weil, haltet euch fest, das Taxi nicht den Hügel hoch kam. Der Taxifahrer mal eben die Koffer auslädt und einem wildfremden Mann sagt, er soll uns zu Fuss den Berg hoch begleiten- was wir notabene nicht wollten, geits no? Und der Mann einfach loszottelt mit den Koffern in der Hand, ich noch das Taxi bezahlen muss, Monika hinten nach spurtet, ich vom Täxeler auch grad noch beschissen werde in der Hektik…und eine junge Frau, ihr Kind und ihre Mutter die Situation erfassen und uns mit dem Mann zwei Blöcke begleiten ohne wenn und aber. Das Haus unseres Vermieters suchen und sich dann verabschieden und und den Dank wider mit einem Eh no, porque beantworten.

 

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Adios Argentina

6. November, wir starten ins letzte Drittel unseres Abenteuers und sind auf dem Weg nach Bogota…
Aber der Reihe nach. Die erste Buenos Aires Geschichte lässt sich nicht mehr toppen, aber wir haben auch die restlichen Tage dort genossen und viel Geld ausgegeben, also jeweils, wenn wir zu Geld gekommen sind. Denn das war beileibe in Argentinien alles andere als easy. In keinem anderen Land, nichtmal in Bolivien, war es so schwer an Bargeld zu kommen. Nicht selten mussten wir mehrere Automaten testen. Das scheint aber allgemein ein Problem zu sein, die Einheimischen haben ab und zu geklagt.
Dazu ist noch zu sagen, dass Argentinien ein teures Pflaster ist, wow. Gerade bei Kleidung sind europäschische Preise angesagt.
Dafür isst man ein 300g Rindsfilet für um die 16.-.
Wie auch immer, wir waren gut beschäftigt.

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Die letzten beiden Tage waren wir in Nordpatagonien, auf der Peninsula Valdez mit einem Mietauto unterwegs. Wobei Auto definitiv was anderes bedeutet. Ein Ford Ka!!!! Briefkasten auf Räder, motorisierte Brotbrosme und das sind die freundlichen Bezeichnungen dafür. 😂
Von Wegen Viertürer wie bestellt und probier dann mal zwei Rucksäcke im Kofferraum zu verstauen, nenei, ein Geschwür auf Rädern…
Nichts desto Trotz brachte es uns bei stundenlangen Fahrten über Schotterstrassen ( macht euch mal ein Bild von einem Ka mit uns und den Rucksäcken über Kieswege)

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zu unglaublichen Buckelwalen, Pinguinen, Seelöwen und Seeelefanten

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Valdez

Valdez

– also die kann man nur mit jöh bezeichenen, nicht etwa mit wow sind die schön. Ist wie wenn man in einen Kinderwagen schaut, wo das Baby nun nicht ganz so schön ist wie es die Eltern empfinden und man weiss nichts anderes zu sagen als, jöh (wobei ich mich damit grad selbst „usheble“ den kann ich nun nie mehr bringen. 😂😂😂

Peninsula Valdez

Peninsula Valdez

Hmmm, wo war ich… Ah und wir konnten zwei Orcas bei der Jagd und dem anschliessenden Festmahl beobachten. Was für den jungen Seelöwen auf jeden Fall weniger angenehm war. 😔

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Almuerzo

Almuerzo 😊

Fotos davon folgen natürlich. Es war unbeschreiblich!
Eine unglaubliche Landschaft auf der Halbinsel, stundenlang sieht man kein anderes Auto oder Menschen – wobei das in dem Fall, wenn man mit einem Ka unterwegs ist, auch von Nachteil sein kann.
Wir sind auf jeden Fall heil wieder in Trelew angekommen. Eine Stadt, die nun nicht unbedingt einen Besuch wert ist. 😊
Dann, das gebuchte Hotel gefunden, die nächste hmmm, Faust ins Gesicht. Wenn schon Monika später im Auto dauernd gesagt hat „meine Fressel“, ein ganz übles Loch, schlimmer als alle bisherigen schlimmsten Hütten. Rauf ins Zimmer, runter wieder mit dem ganzen Gepäck, da hätten wir nicht eine Minute geschlafen, wäh, jesses.
Mc Donalds gabs auch keinen, nirgends (free WiFi) also kurvten wir etwas herum und beim ersten, von aussen annehmbaren Hotel, fragten wir nach einem Zimmer. Es war schon fast neun, wir müde und genervt. Das Hotel hätte dringend einer Renovation bedurft, war aber sauber und zu essen gabs auch was. ☺
Es war eh nur zum schlafen, um 05.30 war Tagwacht, Flug nach Buenos Aires, Flughafenwechsel ( dauerte fast länger als der Flug) und nun warten wir auf das Boarding zum Flug 1360 nach Bogota. 😍
Adios Argentina und wenn ihr schon schlaft, Buenas Noches Colombia.

An Tagen wie diesen

  • Heute war so ein furchtbarer, lustiger, ärgerlicher und schöner Tag.

Wir machten uns nach dem Frühstück auf in Richtung Friedhof Recoletto. Erwähnte ich schon, dass wir eher schlecht als recht Karten lesen können und auch nicht wissen wo Norden ist? Geht alles noch, aber wir finden den verdammten Plan seit heute morgen nichtmal mehr…😬 Nunja, also wir marschierten los, gemäß Monikas Anweisungen (ja, das muss auch einmal gesagt sein 😂😂) vom Plan von der Stadt Rundfahrt. Ich habe mir zusâtzlich einen Plan aufs Handy geladen, der auch offline funktioniert und der hat ein sich mit bewegendes Pfeilchen, drauf geschaut und bemerkt, wir laufen in die falsche Richtung (Bemerkung dazu: es sollte ein Augen rollendes Emotidings geben). Umgedreht und losmarschiert befanden wir uns hinter einem schwulen Päärchen und ich studierte die beiden, denn die kamen mir bekannt vor. Irgendwann wusste ich woher und habe die beiden angequatscht. Wochen vorher sassen wir nämlich im gleichen Bus, von Copacabana nach La Paz (man erinnere sich: im gleichen Bus sass auch der arme Kerl neben mir, der seine Plastiktüte gefüllt hat)

Die beiden sind aus Hongkong und Michael, der eine, wusste grad genau wer wir sind.😆 Welch ein Zufall, sie hatten eine ganz andere Route ab La Paz als wir und man trifft sich in der Millionenstadt Buenos Aires wieder. Grund genug, gemeinsam den Friedhof zu besuchen und anschließend noch zu käfelen, man war sich auf Anhieb sympathisch.

Eva Duarte- Peron

Eva Duarte- Peron

Während sie im Anschluss in Richtung Chinatown wollten (hatten wohl Heimweh😊) zog es uns nach La Boca und seine farbigen Häuser. Super Idee gsi imfall. Paar Stunden später fand im Stadion La Bonbonera ein Fußballspiel statt und im Stadion haben an die 70’000 Leute platz,.Jänu, das Polizeiaufgebot war riesig, die Menschenmenge ebenfalls, aber alles friedlich. Wir haben uns grad heimisch gefühlt dort, so zwischen Selfieschiessenden Touristen, farbigeñ Häuser Tango tanzenden Paaren, lauter Musik, Fußballfans mit Fahnen und den Marktständen.

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La Bonbonera

La Bonbonera

Für Morgen haben wir einen Ausflug nach Colonia (Uruguay) geplant und die Fährtickets kann man schon im voraus kaufen, die eine Fähre legt auch im Bereich la Boca ab. Gemäß meines Kartenapps 1.3 km von da weg wo wir waren. Das kann man ja zu Fuss machen. Gesagt, getan und losmarschiert. Auf einmal fanden wir uns in einem ganz üblen Viertel wieder, man fühlte sich beobachtet und wir haben im laufen veranschlagt wie weiter. Umdrehen kam für mich nicht infrage, damit hätten wir uns grad als dumme Touristen geoutet. Nichts anmerken lassen und einen Zahn zulegen beim gehen. Mir tropfte der Schweiss den Rücken runter. Alles in Allem waren das vielleicht 3km (ein Hoch auf die APP von wegen 1.3). Den Rest gab uns noch der Umstand, daß es plötzlich vor dem Fährhafen, also unserem Ziel, etwa 4 Polizeiauto auftauchten, es gab da wohl ein Problemchen mit einem Fährgast.

Angekommen wurden wir vertröstet, weil grad die Passagiere für die nächste Fähre abgefertigt wurden, also warteten wir, sahen junge, verliebte Päärchen beim verabschieden, einen Touristen mit Velo, Rucksack Anhänger und 2!!! Gitarren, etliche Backpacker etc. Als alle abgefertigt waren, vertröstete man uns, es gehe noch etwa eine halbe Stunde…nach total 2 Stunden kamen die Schlurpis zurück. Wir sollten unsere Tickets bekommen. Als die lahme Ente (sorry, bei dem Arbeitstempo würden wir alle gefeuert werden) dann fröhlich gesagt hat, dass die Tickets zusammen 1600 Pesos kosten würden, kippten wir fast aus den Latschen. Das sei hält so, auf den Preis im Prospekt kämen noch 900.- Taxen dazu, da hatte ich Mühe die Contenence zu wahren. Wir verließen dann das Haus ohne Tickets, wir gehen morgen statt dessen nach Tigre hoch. Ein Tipp unserer neuen, argentinischen Freunde aus dem Pantanal.

Taxi war natürlich keins mehr da, also machten wir uns auf, die letzten 100m zu Fuss zur grossen Strassen zu laufen, zügige Gangart versteht sich. Als ein Taxi vorbei fuhr ohne auf Handzeichen zu halten dachten wir nichts dabei. Das nächste Taxi fuhr erst weiter, dann hielt es doch an. Als wir eingestiegen sind, erwartete uns ein Donnerwetter 😩😩😩. Der Taxifahrer hat uns fast angebrüllt, dass wir diese Gegend meiden sollen, er dort eigentlich nie anhält  und wenn dann sollen wir ein Taxi per Telefon bestellen und quasi wehe er erwischt uns nochmal dabei…😧

Tja, wir haben ja kapiert, mein Gottchen (Mam, es bedarf keiner weiteren Predigt! 😉) Und daraufhin haben wir uns ein Steak gegönnt und während dem ganzen Drama war dann das Fussballspiel fertig und die Fans auf dem Heimweg, also es ist so, daß nicht nur die yb- Fans Petarden zünden, die Boca-Fans auch. Die einfach mitten auf der Avenida Santa Fė.

Buenos Aires, ein Traum wird wahr

Buenos Dias Argentina, Buenos Dias Buenos Aires

Yess, jetzt sind wir da, in Buenos Aires!

Es ist Wahnsinn, ein Traum wird wahr, denn angefangen hat dieser damit, dass ich vor 10 Jahren eine Sendung über BA gesehen habe und gesagt, eines Tages bin ich dort…nun ist es soweit und sie überwältigt mich, die Stadt. So gross, so schön, so schrecklich und so faszinierend. Einquartiert sind wir in einem schönen Studio auf der Av. Stanta Fe, mitten drin zwischen Palermo und Recoletto. Roof Top Pool, heisses Wasser und ein Duschstrahl zum grännen, vor Glück!

Pool

Pool

Da könnte ich fast vergessen, dass mir der Hintern weh macht. Nein, nicht vom sitzen bzw. schon, aber wegen den unglaublich aggressiven Moskitos im Pantanal. Wir waren echt gut mit No Bite ein gesprüht, als wir Piranhas gefischt haben. Bei den freien Körperstellen ist alles halb so wild, aber wer sprüht sich schon den Popes ein? Offenbar wär das nötig gewesen. Alle auf der Tour klagten über das gleiche Problem. Wobei zu sagen ist, dass wir mit Abstand diejenigen waren mit mehr Lande- und Stichfläche.😕

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Jänu, eine Pharmacia ist grad neben unserem Hauseingang und dieser galt auch unser erster Besuch. Nun befinden wir uns in einem Selbstversuch, Monika nutzt Cetalerg aus der Schweiz mit Entzündungshemmer und Salbe aus der Apotheke und ualleshe das mit den hiesigen Tabletten! Schauen wir mal, wer schneller beschwerdefrei ist. Damit wir in Kolumbien dann den bestmöglichen Schutz haben, setzen wir zusätzlich auf den Tipp unseres dort lebenden Cousin Thomas und ziehen uns ab sofort Vitamin B1 Tabletten rein. Die sollen den Hautgeruch soweit verändern, dass die Mücken einen Bogen um uns machen (funzt ja vielleicht auch gegen Räuber?!) Wobei ich wirklich sagen kann, daß wir ohne Probleme unterwegs sind – Holz alänge.

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Obelisk

Wir haben heute, nach Kilometer weiten Märschen ohne irgendwie anzukommen, eine Citytour per Bus gemacht, un uns ab morgen bisschen besser zurecht zu finden (zur Erinnerung, keine von uns beiden kann wirklich gut Karten lesen!!!)  Argentinien befindet sich gerade im Wahlkampf und uns halten sie offenbar für Einheimische (das nehm ich grad als Kompliment) und wir wurden immer wieder angequatscht und als wir uns als Touristen geoutet haben, wollten zwei der Damen grad alles genau wissen, woher, gefällt BA etc. alles gut und schön, aber die sprechen so ein schwieriges Spanisch hier, da müssen wir uns immer schauderhaft konzetrieren. Das fing schon auf der Taxifahrt vom Flughafen an. Der nette Schofför quasselte uns ja so voll und wollte grad immer noch wissen, wie dies und jenes auf europäisch-spanisch heißt und wie denn bitte schön grad auch noch auf englisch. Ich war schon 10 Minuten nach der Ankunft fix und fertig… Aber zurück zur Citytour, wir konnten nur bis Station 22 dabei sein, unser altbekanntes Toilettenproblem hat uns wieder einmal heimgesucht. Jänu, wir hatten ein Kafi Baileys zum aufwärmen, ein Klo zum erleichtern, einen Supermarkt zum einkaufen und wissen jetzt auch was ein Taxi kostet von irgendwo nach Av. Santa Fè, nämlich umgerechnet ca. 7.- und das im Stoßverkehr.

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Wunderbare Hausfassade…

Nun haben wir bizzli eine Übersicht und gehen morgen sicher mal nach La Boca, dann schauen wir,  daß wir ein Fährenticket nach Colonia oder Montevideo für übermorgen ergattern können, wollen noch auf den Friedhof Recoletto, wobei Allerheiligen ist und wir erst schauen müssen ob es nicht viele Leute hat, dann sind wir schon wieder müde vom laufen und am Abend müssen wir uns mal endlich ein argentinisches Rind zu Gemüte führen. Wir haben da einen tollen Tip unserer Reisebekanntschaft Nicolas aus Buenos Aires bekommen.

In dem Sinn, ä schöne Sunnti zäme. 😇

 

 

Natur pur – Pantanal

Wir sind einmal mehr irgendwo im Nirgendwo, auf der Fazenda Baia Grande in Brasilien. Auf unserer Fährt von Bonito nach dort, so ca 4 Stunden Fahrt, sahen wir ungefähr 20 Autos, Handyempfang =0 und die Strassen mal besser, mal schlechter!

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Die letzten 20 Kilometer waren nur noch Schotter und einmal mehr zwei Weibchen mit vollen Blasen und dauern blöd am lachen.😂

Irgendwann waren wir dort und unsere Begrüßungsformel war: Hi, we need a Toilet 😂😂😂Umgeben sind wir von ganz viel Natur, Tieren und Wasser. Unser Mückenspray ist Gold wert, genau so wie die Hüte aus Bolivien. Die 8.- waren super investiertTäglich unternehme wir zwei Touren mit Guide Adriano und auch wenn das Wetter durchzogen ist, gestern hatte uns gar gefröstelt – war plôtzlich nur noch etwa 28 grad 😉- und auch noch Vollmond, was die Tiere dazu verleitet, sich ruhig zu verhalten, sehen wir doch einiges.

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Ich glaub der verfolgt uns...

Ich glaub der verfolgt uns…

 

Es gibt Amigo-Kaymane und No Amigo Kaymane. Wirklich, Adriano hats gesagt!!! Mit der Empfehlung, den No Amigo-Kaymanen besser aus dem Weg zu gehen…😂 Wir kämpfen uns auch durch alle Vogelbücher, Vögel hats besonders viele und Adriano kennt wirklich jeden einzelnen…😄 Ich als Vögelifan 😯 fotografiere ich brav jeden um ihm einen Gefallen zu tun und später, äh löschen ich wieder ganz viele Fötelis. 😇

Am Vormittag waren wir zu Fuss unterwegs und am Nachmittag fischten wir nach Piranhas und fütterten dann damit die Kaymane…

Zu guter Letzt haben wir noch eine Nachttour gemacht, in der Hoffnung doch noch einen Puma zu sehen.

Fazit nach gut 2 Tagen Pantanal:

Puma = 0

Jaguar = 0

Affen = 0 Dafür haben wir deren Wasser getrunken, bzw. Die Frucht der Palme geöffnet, aus welcher sie ihre Flüssigkeit ziehen und den Inhalt getrunken, bitzli bäh

Ameisenbär= ca. 5

Zum Ameisenbär, wir kriegen sie alle!😀

Ameisenbär

Mücken: 2’365 546 und 4 pro Person, Paar Holländer, 2 Deutsche, Adriano, der hyperaktive Rodrigo und Alex, nicht der Löwe, nä-ä

 

Adriano

Adriano

Und ganz am Schluss gabs Caipis, drum muss ich mich grad schuderhaft konzentrieren mit schreiben. Und das ist schon so schwer genug mit dem Scheiben Tablet.

Von Vögeln, Fischen und anderem

Momentan sind wir in Bonito, einem Städtchen am Rande des Pantanal, welches sich dem Öko- Tourismus verschrieben hat. Bonito ist sozusagen frei von Kriminalität und wir  übernachten in einer Pousada, die mehr Bäume und Umgebung hat als Zimmer. Von denen hat es grad mal 16. Verteilt auf 6 „Häuschen“ auf dem Gelände. Draussen ist es, vor allem nach dem einnachten, ohrenbetäubend laut. Nein, keine Jugendlichen mit Radio oder streitende Nachbarn, sondern Natur! Allenfalls halbwüchsige, übermütige Grillen und Zikaden, ich bin im Bereich Fauna jedoch zuwenig sattelfest, als dass ich mich da mehr drüber auslassen würde.

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Wir sind mit dem Auto unterwegs und fahren dann weiter ins Pantanal, auf eine Fazenda.
Für Sonntag hatten wir zwei Touren gebucht. Einerseits Schnorchel im klarsten Fluss der Welt, andererseits der Besuch einer Oekooase für Aras.
Ersteres spricht mehr mich an, Monika war leicht am hyperventillieren, dafür bin ich so gar kein Papageien Fan, dazu gäbs noch eine Geschichte, aber lassen wir das. 😁
Wir also los zum schnorcheln. Wir haben die Dame in der Agentur gefragt, ob wir weit fahren müssen, nono, its not so far, only 1 1/2  Std…öh ok. Ja, es seien 50 km. Da habe ich geschmunzelt, was so lang für 50 km, das schaff ich in weniger. Und einmal mehr musste ich mich geschlagen geben, wir hatten natürlich so lange – auf Schotterpisten. Der Fahrweise habe ich mich schon angepasst, einfach das dauernde Hupen hab ich nicht im Griff, ansonsten schlängle ich mich so durch…
Wie auch immer, im Vorfeld hat Monika auf TripAdvisor rausgefunden, dass man auf der Schnorcheltour einen Neoprenanzug tragen muss. Gut sind wir schlanke Grazien und passen locker in solche Anzüge. 😁
Zudem waren wir, mal abgesehen von einem sehr sehr reifen Paar, weitaus die Ältesten auf der Tour. Übrigens muss man bei jeder Tour – und bei GOL sogar bevor man den Flieger besteigt – eine Notfallnummer angeben, was grad beim Flug morgens um fünf ein eher mulmiges Gefühl hinterlässt! Hiermit möchte ich meinem Liebsten, Roland, gestehen, dass wir seine Handynummer auf dem halben südamerikanischen Kontinent verbreiten! 😇
Nun denn, wir fanden einen Anzug der passte und erlebten etwas vom schönsten was es gibt. Für mich das erste Mal, für Monika irgendwie auch. Bis dahin hat sie sich geweigert und auch heute war sie kurz vor einem Rückzieher um sich im Nachhinein zu fragen, wieso sie das nicht schon lange mal gemacht hat.

Ûber das Papageienloch ohne Papageien lasse ich mich lieber nicht aus…

151024BonitoPantanal16
Wie immer haben wir auch heute wieder liebe Leute kennen gelernt. Ganz besonders guten Kontakt hatten wir zu einem jungen Paar aus Brasilien, das gut englisch gesprochen hat. Sehr sympathische zwei. Wir haben uns gut unterhalten und im Verläufe der Gespräche erkannte ich wieder einmal was für Vorteile das Alter auch manchmal mit sich bringt. Während die Tage der beiden ausgefüllt sind mit Ausflügen, Besuchen von Sehenswürdigkeiten,Mountainbiketouren, Wasserfall hier, Monument dort und alles abklappern was im Reiseführer steht, können wir locker mal einen halben Nachmittag damit zubringen, uns einfach an der Tatsache, dass wir diese Reise machen können und dürfen, erfreuen und in einem Café auf einem grossen Platz sitzen, Leute beobachten oder mit jemandem wildfremden ins philosophieren kommen. Dafür tut uns öppen mal der Hintern weh…😄