Länder wechseln wir fast öfter als….

Bom Dia do Brasil

Hallöchen, nun sind wir doch rasch bitzli in Brasilien.

Von Salta aus gings nach Puerto Iguazu, die argentinische Seite der Cataratas/Wasserfälle. Raus aus dem Flieger und schon alle Kleider nass. Nein, es hat nicht geregnet,es war nur etwas schwül-warm. Wir erwischten einen tollen Taxifahrer, der uns einiges erklärt hat. Der hat uns so gut gefallen, dass wir ihn Tags drauf engagiert haben, uns über die Grenze nach Foz de Iguazu zu bringen inkl. Grenzformalitäten.

Nun denn, in Puerto Iguazu bezogen wir unser Quartier, bei Booking.com mit weit über 8 Punkten bewertet und fielen rückwärts fast wieder aus der Wohnung…üh aber eben, einmal mehr war sehr spät am Abend und wir sind ja abgehärtet! Schnell ein Rührei um elf in die frisch abgewaschene Pfanne gehauen, dann den Seidenschlafsack ausgebreitet und gute Nacht. Am nächsten Tag erwartete uns ja eines der Weltwunder – wobei mir einfällt, dass ich ja noch nach denen googlen muss, uns kamen einfach nur 4 in den Sinn.

Iguazu AG

Iguazu AG

Fernes rauschen

Fernes rauschen

Schon aus der Ferne hörten wir ein Rauschen und als wir sie dann wirklich vor uns sahen waren wir überwältigt und auch ein bisschegemäßfordert. So viele Erfahrungen in so kurzer Zeit, das kann man fast nicht verarbeiten. Zudem hängt unser Herz noch ganz fest an Bolivien und dem Salar bzw. den Lagunen! Nichts desto Trotz sind wir von den Wasserfällen begeistert und hin und weg…6 Stunden zu Fuss unterwegs, bei 40 grad, läck haben wir geschwitzt, es ist nicht ganz klar, wieso die Kleider getrieft haben. Üh und die haben happige Preise für ein Fläschchen Wasser. Zurück im „Loch“ wo noch unsere Koffer deponiert waren, haben wir schnell eine 2l Flasche Wasser genossen und auf das klimatisierte Taxi gewartet!

Wow

Wow

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Auf der brasilianischen Seite, päng, grad alles nur noch halb so teuer 😅 aber nicht minder heiss. Kleiner Disput im Hotel betreffend Zimmertemperatur, ich schlief dann mit dem Schlafsack!!!, und gemäß dem Motto, der gemeine Eingeborene weiss wo es gutes Essen gibt, haben wir uns vom Hotelpagen beraten lassen und sind im El Gaucho gelandet! Kinder, Vegetarier haben ein schweres Los in Südamerika, jesses.

Auf dem Weg dorthin haben wir kurz die Orientierung verloren und uns wurde prompt wieder geholfen und dabei wurden wir zugetextet wie gefährlich alles ist… Anyway, rein ins Lokal und grad gings auf brasilianisch weiter. Die Tische wie im Biergarten angeordnet, unglaubliche Lautstärke – Brasilianer sind unheimlich laut- und uns wurde erklärt, dass Beilagen vorne am Buffet geholt werden, Fleisch gibt es am Tisch, ooookkkkeee. Da sassen wir nun, immer wieder kam ein Kellner mit einem Spieß voll Fleisch, hat uns auf brasilianisch erklärt was es ist, wir haben nichts gerafft und einfach probiert…. eieiei, und die Mengen, die da zum Teil gegessen werden, chasch gar nur zueluege und wir sind ja weder von zarter Postur, noch von solchem Gemüt, jesses!

Dafür dann am nächsten Morgen beim Zmorgen: Frühstück bis 10.00 Uhr. Wir haben keinen Stress, wollen die brasilianische Seite der Fälle besuchen. Um 9.15 sitzen wir unten und zmörgelen gemütlich, das Buffet bietet, wie auch anders, unglaubliche Auswahl. Mit Punkt 10.00 Uhr kommt die unfreundliche Dame und räumt uns die halb vollen Tassen ab 😨und erklärt, dass jetzt eben 10.00 Uhr ist…😂 hab ich halt noch ne Banane für auf den Weg gestohlen, ts.

Und nun sind wir tiefer in Brasilien drin, in Campo Grande, haben einen Mietwagen und fahren morgen los ins Pantanal. Nach dem Tucan von gestern erwarten wir dann schon, dass sich die Tierchen dort fein machen für unseren Besuch! 😇

Bon noite

Land und Leute bzw. Länder und Sitten

1 Tag zuvor…

Wir sitzen am Flughafen von Salta und warten auf unseren Flieger. Der Grund, wieso wir so früh da sind, veranlasst mich, einen Beitrag über die Länder,Sitten und Gebräuche zu verfassen.

Also als erstes: WC-Papier nach der Benutzung in den Ghüder werfen und nicht weg spülen ist gewöhnungsbedürftig und ich bin froh, musste noch nie der Entstopfer kommen, weils der Gewohnheit nach einfach in die Schüssel fiel.

In Peru gelandet, vor fast 3 Wochen, wurden wir von allen Seiten sofort mit englisch zugetextet. Wir kamen gar nicht auf spanisch zu Wort, wir mussten richtig drauf bestehen, spanisch zu sprechen. 😁 In Peru hatten wir etwas den Eindruck, permanent übervorteilt zu werden. Nicht, ausser in einigen Ausnahmefällen, gravierend, aber doch immer ein paar Rappen und Franken über dem eigentlichen Preis. Das wurde uns auch tatsächlich von einem Peruaner bestätigt bzw. wurden wir „gewarnt“. Wir fühlten uns jedoch wirklich gut und hatten viel Spass dort. Wir hatten nie das Gefühl von Angst oder Unsicherheit.

Beim Landeswechsel nach Bolivien , also nach dem touristischen Copacabana,  fanden wir uns schlagartig in einer anderen Welt wieder. Kaum mehr englisch zu hören, die Strassen praktisch durchgehend unasphaltiert und die Leute schüchtern. Mit Spanisch, Freundlichkeit und einem Lächeln hat man gewonnen. Der Standard, ob im Hotel, Bus, Zug oder – und da ganz besonders- den Toiletten war für uns verwöhnte Schweizer zuweilen eher an der Grenze und nichts desto Trotz, wenn man sich etwas zurück nimmt und „sich dri schickt“, geht alles. Lachen hilft 😂.

Irgendwann ist es dann so, dass man eine schmutzige Pfanne vor Gebrauch einfach abwäscht, ohne mit der Wimper zu zucken. 😏

Über die Argentinier gibt es noch nicht viel zu sagen.
Wir waren in einem Appartement über AirBnB. Ein Schlafzimmer, ein Wohnzimmer, Küche, Bad und noch ein Zimmerchen. Dort hauste unsere Gastgeberin…chasch nicht studiere. Alles kreuz und quer auf und untereinander. In der Küche zwei Pfannen, eine riesig, eine klein ca. 1.5l, 3 Teller usw. sehr mysteriös.
Ah ja, Ersatzrollen WC- Papier wird auf dem WC nicht deponiert, weil das nicht gut aussieht. Hmmm, ich finde es jetzt eher nicht gut aussehend, wenn ich auf dem Topf Sitze und es nur noch 2 Blättchen Papier hat, ich aber mehr benötigen würde…😆

Es gibt aber auch über die eigenen Landsleute ungewöhnliches zu erzählen. Monika schafft es, mit der gleichen Menge Gepäck wie zu Beginn unserer Reise nun 21 Kilo im Rucksack zu haben, dem gegenüber stehen die 17 vom Anfang!
Während ich noch einen Schwingbesen, Konfitüre, Käse, Öl und 6 Eier zusätzlich drin hab und noch bei 17 steh.
Kann das mal einer erklären?

Erst heute online, weil wir gestern wieder in einem Loch gehaust haben, das zudem noch unterirdisches WiFi hatte. Brrrr

Hasta Luego Bolivia, Buenos Dias Argentina

Da sitzen wir nun im Bus in Richtung Salta, das heisst, wir sind bereits in Argentinien und aus meinem Kopfhörer dudelt Madness von Muse. Na, wenn das nicht passt…
Es sind grad mal fünf Stunden seit unserem Grenzübertritt und zwei solche seit dem Start unserer 7 Stunden – Busfahrt vergangen, wurden wir alle aus dem Bus beordert inkl. Rucksäcken etc. – eine  Drogenrazzia 😑.
Ich sags ja, wenn einer eine Reise tut… gefunden wurde übrigens nichts 😇 und nach ca. 45 Minuten gings weiter.

Die letzten drei Tage waren wir in Uyuni. Wir haben noch von daheim aus eine Tour gebucht und hatten ja Glück, statt mit einer Sechsergruppe waren nur wir beide mit Fahrer und Guide unterwegs. Das bedeutete, wir bekamen ein intensiv- Spanisch – Praktikum.

...soweit das Auge reicht!

…soweit das Auge reicht!

Über Stock und Stein

Über Stock und Stein

Lavagestein

Lavagestein

800km über Berg und Tal, über unglaubliche Wege, Klippen und sogar über Bäche zu den schönsten, farbigsten und wundervollsten Lagunen, Vulkanen und Geysire bis über 5’000m über Meer.

Laguna colorada

Laguna colorada

La Laguna verde

La Laguna verde

Geysir auf 4'800m

Geysir auf 4’800m

Wir waren und sind überwältigt. Einerseits von der Vielfalt die Bolivien zu bieten hat, aber auch von den Menschen dort. Die Freundlichkeit und Herzlichkeit der Menschen die wir kennen lernen durften, hat uns überwältigt. Dazu ist noch zu sagen, dass wir Bolivien gar nicht bereisen wollten, es aber auf unserer Route lag. Im Nach hinein sind wir von Bolivien deutlich begeisterter als von Peru! Eine Reise dort hin, kann ich nur empfehlen.

El Almuerzo, irgendwo im Nirgendwo aber mir Stil!

El Almuerzo, irgendwo im Nirgendwo aber mir Stil!

Dann zum Abschluss noch der Salar, unvorstellbar schön und irgendwie unglaublich, kaum in Worte zu fassen.

Salar

Salar

 

Faszinierender Salar

Faszinierender Salar

Allein für die Orientierung da drauf gehört den Guides ein Orden verliehen. Du siehst zeitweise nichts als weiss…

Spielereien

Spielereien

Eingefangen vom Fahrer

Eingefangen vom Fahrer

Und im Schuh verstaut

Und im Schuh verstaut

Und das alles ohne nennenswerte Beschwerden, auch auf 5’000m nichts als etwas keuchend, welch ein Glück.

5'000m

5’000m

Nun sind wir also wieder unterwegs und kommen heute Abend in Salta an. Umso besser, die drei Ruhetage können wir gebrauchen um ein bisschen zu verarbeiten, uns auszuruhen und nicht zuletzt, uns und unsere Wäsche zu waschen. Ich fürchte, wir riechen nicht unbedingt frisch und unsere Kleider stehen vor Dreck…das ist ein echtes Abenteuer.😄

Inzwischen sind wir in Salta angekommen, wurden von unserer ersten airbnb- Vermieterin sehr herzlich empfangen, haben die zweite Trommel Wäsche ob, geduscht, etwas gegessen und liegen nach 40 Stunden endlich in einem Bett, uff.😴

Und dann noch das: Offensichtlich hat in der Provinz Salta heute die Erde gebebt. Wir haben gar nichts bemerkt und uns geht es entsprechend gut. ☺

Beim kommentieren nicht vergessen das Kreuzchen bei „Ich bin kein Roboter“ machen.

La Paz und die endlose Reise

Nach zwei erholsam und gemütlichenTagen in Copacabana haben wir uns auf den Weg nach La Paz gemacht. 4 Stunden Fahrt im Touristenbus kosteten knapp 4.-. Die Fahrt verlief relativ angenehm, wenngleich fast durchgehend auf Schotterpisten, da die Strasse erneuert wird. Meinem Sitznachbarn auf der rechten Seite bekam das nicht gerade gut und nach einer vollen Tüte hatte der Fahrer mit dem armen Mann und mit uns ein Einsehen und hat für einen Moment angehalten.😀

Seeüberquerung

Seeüberquerung

Hiiiilfe

Hiiiilfe

La Paz selber hat uns überwältigt, riesig, schmutzig und stressig und laut… Nichts für schwache Nerven. Dafür mit so unglaublich lieben Menschen. Wir haben uns für die zwei Tage in einem Appartement eingenistet und unsere „Schlummereltern“ haben uns sehr herzlich empfangen, diverse Pläne bereitgestellt und auf diesen schon bezeichnet, wo was ist. Das war sehr hilfreich.

La  Paz

La Paz

Für die Fortbewegung in La Paz gibt es Taxis, Minibusse und Buße. Die Minibusse und Busse haben vorne auf der Windschutzscheibe Tafeln mit den Fahrtzielen. Wir wollten ein Taxi anhalten, da wir uns eh nicht auskennen. Und dann kam eine ältere Dame auf uns zu, fragte nach unserem Ziel und hielt uns den richtigen Minibus an, drinnen war dann wieder eine junge Frau, die uns die richtige Haltestelle sagte etc. War wirklich super und immer wenn wir uns bedankten kam : eh no, porque?

Nichts desto Trotz sind wir froh, dass wir nun unterwegs nach Uyuni sind. Während der Busfahrt, heute ein  öffentlicher Bus, kann ich problemlos den Eintrag verfassen, schließlich fahren wir fast 4 Stunden. Sehr spannende Mitfahrende haben wir:

Da ist einerseits unser „Kindermädchen“ Denisse, sie hat uns abgeholt und begleitet uns bis nach Oruro, der Bahnstation. Die Uyunireise habe wir schon von daheim aus gebucht als Kleingruppen Reise (6 Personen) und das ist Fullservice. Es erwies sich schon als Glücksfall, da Monika, kaum waren wir losgefahren, auf den Topf musste (etwa so dringend wie ich paar Geschichten vorher). In öffentlicher Bußen meine Lieben, machen sie auf Kurzstrecken die Toilette nicht auf…Ja Kurzstrecken, 4 Std, mhm.

Denisse brachte den Fahrer dazu, anzuhalten. Die beiden gingen raus, ich hütete die Rucksäcke und unsere Sitznachbarn nutzten die Gelegenheit, um schnell auf dem Markt was essbares zu kaufen. Ich den wohl sehr vertrauenswürdig aus, sie deponierten ihre Rucksäcke ebenfalls bei mir 😁.

Nun denn, da ist die Aymara- Frau mit ihrem riesigen Huckepack-Tuch, der junge Schippi mit den Knöpfen im Ohr, der streng riechende Arbeiter, der uns veranlasste, Eukalyptuspaste unter die Nase zu tupfen (wir sind etwas heikel) und einige weitere Einheimische.

Es ist sensationell das zu beobachten, die lassen ihrem Unmut freien Lauf, wenns langsam geht, der Fahrer ihrer Meinung nach was falsch macht oder ihnen jemand auf die Nerven geht. Wir sind fasziniert. 😊

Schauen wir mal, wie es denn weiter geht

Anderer Schauplatz: Tren Espresso del Sur, Exekutive Class

Umgeben von, kreuz und quer über zwei Wagen schnatternden Schwaben inkl. großspurigem Reiseleiter, da blieb einem leider nichts anderes übrig als 7 Stunden lang die Kopfhörerknöpfe im Ohr zu haben. vonGut besteht meine Hitliste aus mehreren hundert Liedern. Ich las grad schnelln einen Roman von 259 Seiten durch. Nochmal gut hab ich auf meinem E- Reader jede Menge Romane und die Biografie vom Dalai Lama…oooooohhhmmm

Inzwischen sind wir in Uyuni angekommen und entzückt von Hotel, Tourguide Oswaldo und unserem Fahrer Renè und der Tatsache, dass wir eine Kleingruppentour (6 Personen) gebucht haben und nun in den Genuss einer Privattour kommen. Draussen ist es ganz schön kalt,  das Hotel ist gut geheizt, das ist nicht selbstverständlich und wir schauen mal, was die nâchsten Nächte, wir sind ja 4 Tage unterwegs, so bringen.

Tourauto

Tourauto

Einziges Negativum, wir haben eben gesehen, dass man uns für die Weiterreise die falschen Tickets mitgegeben hat und wir mit dem falsch gebuchten Zug den gebuchten Bus nach Salta verpassen und unsere airbnb- Wohnung dort nicht rechtzeitig beziehen könnten, Mensch ärger dich nicht! Schreiben wir hält auch noch ne Mail und hoffen auf eine Lösung. Gute Nacht allerseits

Ärger, Grenzen und WOW

Guten Tag aus Copacabana (Bolivien)

Hotelstrand Copacabana

Hotelstrand Copacabana

Titicacasee

Titicacasee

Seit gestern Abend sind wir in Bolivien, im wunderbaren Ort Copacabana am Titicacasee. Seit unserem Machu Picchu- Beitrag sind ein paar Tage vergangen! Wir sind mit dem Andean Explorer, einem Nostalgie Zug über 10 Stunden unterwegs gewesen um von Cusco nach Puno zu gelangen. Dazu gibt es nun nicht so viel zu erzählen, ausser dass wir dabei den La Raya- Pass auf über 4’300m überquert haben, unglaublich.

SAMSUNG CAMERA PICTURES

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In Puno angekommen, wurden wir regelrecht penetriert mit Angeboten für Touren. Man stelle sich vor, raus aus dem Zug und jeder brüllt dich an. Im Taxi gingen gleich weiter „ich bin Michalea und bei uns bekommst du….blablabla“ raus aus dem Taxi, rein ins Hostal das es eigentlich gar nicht gibt…Hola, Buenos Noches, hier Zimmerschlüssel da Küche und übrigens, wir bieten auch Touren an…wie wenn wir nach weit über 10 Stunden Zugfahrt den Nerv hätten, jetzt eine Tour zu buchen, was ich dann auch so kommuniziert habe. Das Zimmer, wieder einmal eins ohne Fenster, ohje und eiskalt, ja, wir sind in den Anden, aber doch verwundert dass Zimmer ohne Außenmauern so kalt sind.😬 Nun denn, so sauber sieht es auch nicht gerade aus…Schlafsack raus und pfusen. Super, jetzt müffelt der Cheib auch noch😧,den zu waschen hab ich vergessen. Jänu, chli Boss Orange rein, geht schon.

Heizung

Heizung

Am nächsten Tag sahen wir das Ausmaß der Katalstrophe, also wenn dich  beim duschen blonde lange Haare anlachen und keine von uns ist langhaarig, wäh. Nun denn, alles in Allem mussten wir uns dann noch beim auschecken sagen lassen, dass sie uns kein Taxi rufen wollen. Das wäre zu kompliziert, wir könnten wohl zu Fuss gehen, da erstaunte ich mich selber, ich wusste selber nicht, dass mein Spanischwortschatz so viele Schimpfwörter beinhaltet. Natürlich haben wir uns selber ein Taxi organisiert und einmal im Bus sitzend waren dann schon wieder etwas amüsant, wobei ich mich freue, im Anschluss an den Blogbeitrag noch meine Bewertung auf Booking.com und Tripadvisor abzugeben!😀

Sillustani

Sillustani

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Dreieinhalb Stunden im Bus geben einem Zeit etwas zu reflektieren. Kopfhörer ins Ohr und bitzli durch die Gegend träumen (aso wenn er geladen ist, gell Monika), derweil man am Titicacasee entlang fährt. Die erste Woche ist vorbei, man ist etwas nervös wegen dem Grenzübertritt nach Bolivien, da hört man ja so manches, dann singt Adele plötzlich Simone like you, im Hintergrund taucht ein 6’000m hoher, schneebedeckter Berg auf, der sich gar im Wasser spiegelt und boing, das Heimweh ist da und treibt mir die Tränen in die Augen. So gerne ich diese Reise  mache (genau wie Monika) so vermisse ich/wir doch unsere Lieben daheim. Also lasse ich den Tränen ihren Lauf und plärre bitzli vor mich hin. Adele geht, Alice Cooper kommt und damit hatte sichs dann auch mit Heulen…hey Mann, wir sind in Südamerika, unglaublich, phantastisch, phänomenal, das kommt uns immer wieder in den Sinn!!!

Ouros Islas flotantes

Ouros Islas flotantes

An der Bolivianischen Grenze dann kommt der Fahrer rein, fordert uns auf, ins peruanische Migrationsbüro zu gehen, um den Pass und unsere Aufenthaltserlaubnis abzustempeln zu lassen. Dann noch schnell Geld wechseln. Er fahre mit dem Bus über die Grenze, wir aber müssen zu Fuss gehen, dann auf das Bolivianische Migrationsbüro, unseren Aufenthaltsantrag abgeben und den Pass stempeln lassen…okeeeeeee! Dummerweise haben wir nur noch 10 Dollar im Handgepäck, weil wir einer Ouro-Frau aus Mitleid einen Tischläufer abgekauft haben (wobei uns nicht klar ist für wen bzw. wo der auf den Tisch kommt, Mam?😂😂😂)

Wie auch immer, wir wechseln also die lumpigen 10 Dollar in Bolivianos, man weiss ja nie. Wie wenn noch nicht genug hoch in den Bergen ist, gehts natürlich obsi nach Bolivien. Wir keuchen uns hoch, machen das ganze Spiel im dortigen Büro mit und sind erstaunt, dass das so einfach ging. Zurück im Bus kommt einer zum nachzählen ob alle da sind! Zwei fehlen, die Amis, die müssen bezahlen, damit sie einreisen können. Der Bus fährt einfach ohne die los!😨 Der Fahrer muss den Termin halten. Oh mein Gott, gut waren wir die ersten und keine Amis!!!😕 Ich hoffe ja, dass die noch irgendwie zu ihrem Gepäck gekommen sind.

Nun waren wir im wunderbaren Copacabana angekommen, gönnten uns ein Hotel, eins das den Namen auch verdient. Während ich hier schreibe, schaue ich auf den wunderbaren Titicacasee, im Hintergrund ist die Isla del Sol und die Isla la Luna zu sehen und bald geht die Sonne unter. Einfach traumhaft, genau wie das, was uns noch erwartet.

Morgen reisen wir weiter nach La Paz, neue Herausforderung. Unsere erste, wirklich grosse Stadt.😉 Hasta luego

 

Bild

Hostels und Berge

Seit gestern sind wir völlig in den Bergen! Von Ollantaytambo weg sind wir mit dem Zug nach Aguas Calientes gefahren. Paradoxerweise fährt dort nur der Zug hin. Von dort zum Machu Picchu jedoch fährt man mit Bußen!
Nun ja, also das Aguas Calientes ist nichts schönes, die Fährt dorthin jedoch schon. Im Zug, vis a vis ein Päärchen aus Brasilien. Die beiden sprechen ähnliches Spanisch wie wir ?? wir verstehe uns blendend!!! Eva und Aziz (kommt von Francisco de Asisi, jawoll) sweet!
Nun denn, blendend unterhaltend verging die Fahrt wie im Flug und wir am Ziel. Flugs ins gebuchte Hostel an super Lage. Schnell stellt sich heraus, das ist auch das einzig gute daran ??.  Das Zimmer hat kein Fenster, bzw. Eins ins Treppenhaus… Was solls, es ist spät,  wir sind müde und haben hunger. Kurz auf in die Markthalle, wir wollen frische Kartoffeln ( die heissen übrigens hier Papas, nicht Patatas, was zu einiger Verwirrung führte) Avocado und Käse zum Znacht. Auf gings in die Küche. Kurzer rundumblick, nein, das geht gar nicht, wäh. Ich könnts noch ausschmücken, aber ich tu euch das nicht an. Einen Teller abwaschen, eine Gabel, ein Messer, es gab Käse, Guacamole auf Crackers. ??
Frühstück haben wir ausgelassen…und ab gings um sechs Uhr auf den Machu Picchu. Ich weiss gar nicht, was ich dazu schreiben soll.
Überwältigend, unglaublich, wahnsinnig…und als erstes essen wir eine Banane. Pardon, wir hatten Hunger!!!!!
Es hat uns, bei unterlegtem Magen richtig geflasht, schaut euch die Bilder an!!!(wenn sie denn mal online kommen, danke Roland ??) und unter den tausenden anderen Besucher -die unglaublicherweise zu hunderten wie Idioten mit Selfiestick rumlaufen)sahen wir…Eva und Aziz von weitem, was quer über die Ruinen entzückte Namensrufe und Kusshände zur Folge hatte. ??
Wir fühlen uns wohl, sitzen im Spunten mit wifi, warten auf unseren Zug und sind sicher, dass uns heute Abend ein sauberes, schönes Zimmer in Cusco erwartet, bevor wir morgen af die 10 Std. Zugfahrt zum Titicacasee starten.

zum Vergrössern auf das Bild klicken ;-)

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Jeder Tag bringt eine Überraschung

Also natürlich mindestens eine und ebenfalls natürlich erwartet man das auch gellens.

An Tag 1 habe ich festgestellt, dass der sauteure Worldadapter keinen peruanischen Dings hat zum einstecken. Gut hatte Monika einen uralten zur Sicherheit eingepackt. Heute dann, immer noch in Peru, einfach 2 Fahrstunden – auf die ich noch zurückkomme- musste ich mein Tablet einstecken und sehe, dass die Lampe im Hotelzimmer einen schweizer Stecker hat. Nun ist man geneigt zu überlegen wie ein schweizer Nachttischlämpli in ein peruanischen Hostel kommt, oder aber einfach froh, dass das Tablet wieder Saft bekommt.

Damit kommen wir zu unserem heutigen Abenteuer.😁 Auf unserer Reiseroute von Cusco nach la Paz werden wir natürlich auch der wunderbaren Inkastadt Machu Picchu einen Besuch abstatten. Nun sind wir aber bekanntlich auf Reisen und werden nicht verfolgt, daher sind wir eher gemütlich unterwegs. Auf dem Weg nach Aguas Calientes machen wir also eine Stopp in Ollantaytambo. Die Trecker unter euch wissen möglicherweise, dass das am Inkatrail liegt. Morgen fahren wir von hier weiter mit dem Zug. Um von Cusco nach Ollantaytambo zu gelangen,muss man entweder laufen, ein Taxi nehmen oder mit dem Bus fahren. Wir haben uns heute beim auschecken mit den freundlich Herren an der Hotelrezeption beraten und uns dann für den Bus entschieden! Die Herren haben uns ein Taxi gerufen, das uns zum Busbahnhof bzw. zur Haltestelle bringt. Soweit so gut. Irgendwo im Nirgendwo einer Stadt mit 300’000 Einwohner hat das Taxi angehalten und wir waren etwas verwirrt. Nun muss man wissen, dass es den klassischen Nah- und Fernbuslinien gibt und sogenannte Collectivos. Die großen Busse sind Fahrplan gebunden und transportieren wohl so 50 Leute. Die Collectivos haben Platz für vielleicht 15 Leute und fahren dann los, wenn sie voll sind. Wir sind also bei einer solchen Collectivo- Haltestelle gelandet, vielleicht ein klitzekleines Missverständnis bei der, in spanisch geführten Diskussion -im Nachhinein weiss ich auch wann, nämlich als es um denPreis ging 😁. Was solls, rein ins Abenteuer. Mit uns noch vier junge Frauen aus Deutschland, eine Mutter mit Kind und drei  Damen, einheimisch, sowie ein Quechuamann, der,nunja, eher etwas streng gerochen hat. Los ging es und ohne zu sehr ins Detail zu gehen, möchte ich sagen, dass das ein echtes Abenteuer war und wir uns einfach entschieden haben, rechts und links zum Fenster raus zu schauen und dabei den Blick nach vorne zu vermeiden!!!😇

Wir sind heil, unversehrt und mit nur leichter Übelkeit im wunderbaren Ollantaytambo angekommen, für die Fahrt von 2 Std. haben wir umgerechnet knapp 3.- pro Person bezahlt und dafür einiges geboten bekommen. Nun sitzen wir im gemütlichen Hostalgarten mitten in den Bergen und zum Znacht gibt es Tomaten- Thunfisch- Knoblauch- Spaghetti, selber gekocht!

Dachzimmer im Hostel Janaxpacha

Dachzimmer im Hostel Janaxpacha

So lässt es sich leben, oder?

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Tag 1 bzw. flüge mir no lang?

Unglaublicherweise sind wir angekommen und das ohne nennenswerte Schwiergkeiten! Mein definitiv grösstes Problem… Im Flieger sitzen und ca 20 Minuten auf den Start warten und dabei einen unlaublichen, nicht auszuhaltenden Druck auf der Blase zu haben. Die Damen unter euch wissen sicher was ich meine! Ja, um möglichst Beschwerdefrei auf die 3500m in Cusco zu gelangen, soll man möglichst viel trinken, 3-4 Liter. Während der Warterei habe ich dann halt schnell, nebst allem anderen, noch 7.5 dl Wasser gekippt, natürlich ohne mir über mögliche, verheerende Folgen Gedanken zu machen. Da sass ich nun auf dem Mittelsitz in der Dreierreihe. Vor uns öppe 5 startende Flieger und wir warten. Wobei ich noch präzisieren muss, sitzen kann man dem nicht sagen. „Rangge“ hin und her, Madame neben mir quatscht mich voll, dass ich mich ablenken soll und nimmt gleichzeitig einen Schluck Wasser aus ihrer Flasche. Ehrlich, ich war schon am überlegen ob ich die Flasche irgendwie unauffällig in meine Hose schmuggeln kann, ihr wisst schon…bezweifelte jedoch meine Treffsicherheit. Wa hätte ich doch für eine Tena Lady gegeben! Mir kamen glatt die Tränen, waren es wirklich Tränen? Währenddessen startete die Maschine, super, es drückt einen so herrlich in die Sitze. Ich konnte mich nur noch auf das Gurtenlämpchen konzentrieren, vor mich hin weinend und betend (andere beten beim Start wohl um anderen Beistand). Beim löschen der Lampe gabs kein Halten mehr, den jungen Mann neben mir weggescheucht und Lauf Forrest, Lauf. Länger Rede, kurzer Sinn, s het glängt!

Nun sind wir also in Cusco, hatten genug Atemluft um die Luft scharf ein zu ziehen, als wir im Taxi auf der zweispurigen Strasse in der Mitte von 4 Autos, natürlich nebeneinander fahrend, durch die Stadt zum Hotel gelangten. Und sie reichte gar noch für einen ersten sonnigwarmen Spaziergang durch Cusco inkl. Kulturschock in der Markthalle.  Wir sind begeistert und ich bin sicher, in ein/zwei Wochen verursachen uns abgetrennte Schweineköpfe keine Übelkeit mehr. Ob wir jedoch jemals in einer solchen Markthalle essen, das wage ich noch zu bezweifeln. 😂

Wir freuen uns übrigens auch über Kommentare. Bitte einfach bestätigen, dass ihr kein Roboter seid. 😃

 

 

Gut 3 Tage noch

Langsam setzen wir zum Endspurt an.

Da sind einerseits noch die plötzlich fehlenden Anschlusskabel für die kompakte Videokamera und für den etwas älteren MP3- Player…Dann die Frage nach den Gewürzen, sollen wir einfach vor Ort schauen? Als 20 jährige wäre das keine Frage gewesen, aber jetzt, mit Ende 30 😉

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Bizzli Essig und Öl, Salz, Pfeffer, Paprika, Curry etc. eine feine Sache und die kleinen Aromatdöschen absolut praktisch zum auffüllen mit feinem Gewürz (sorry Küsu und Trix)! Ich bin sicher, die lassen sich allenfalls vor Ort easy wieder auffüllen.

 

Monika hat mal ein Probepacken hinter sich gebracht und ist froh, hat der Rucksack auch Räder. Ich spar mir das mal für Mittwoch auf, s nützt ja eh nix. 😉

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Dafür habe ich immer mal wieder kleinere Panikattacken, die ich aber hartnäckig und gnadenlos von mir schiebe, ist eh zu spät für kalte Füsse jetzt! Zur Not suche ich mir einfach etwas aus unserem, inzwischen etwas unüberschaubaren, Medikamentenarsenal raus. Au Mann 😉

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Und, wie könnte es auch anders sein, haben wir noch kleine Unstimmigkeiten bei den Reiseunterlagen, aber hey, wir haben ja noch 3 Tage Zeit, das wird schon, wirklich, also wir glauben daran, hmm!

Noch 18 Tage oder „Die Abschiedsparty“

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Gestern Samstag hatten wir einen kleinen Umtrunk mit einigen von unseren engsten Freunden und Familie. Einige davon treffen wir vor unserer Abreise nicht mehr und wir wollten uns verabschieden. :-)

Mit Caipirinhas, Hugos, Bier und Wein genossen wir einen ganz gemuetlichen Abend bei Geschwellten, Käse und feinen Desserts.

Just als wir unsere kleine, unvorbereitete Rede gehalten haben, hat es angefangen, wie aus Kübeln zu schütten. Wie dann treffenderweise bemerkt wurde – wenn Engel reisen, weint der Himmel. Wir wurden überschüttet mit guten Wünschen und kräftigen Umarmungen. Wir wissen also, dass wir gedanklich getragen werden und auch sozusagen verfolgt. Auf jeden Fall hier im Blog.

Neben den Umarmungen und guten Gedanken wurden auch noch unsere Rucksäcke und Portemonnaies gefüllt. Merci vielmal für alles, es wäre nicht nötig gewesen. Wir freuen uns, eure Freunde sein zu dürfen.

Und wir arbeiten an der 22 Stündigen Diapräsentation, das ist eine Drohung, kein Versprechen.