Tag 2, üübel

Buenos Dias von 54° 28′ 40″ S / 51° 56′ 37″ W / Kurs 88,5 ° / Geschwindigkeit 15,1 kn / Temperatur 5,3 °C

So steht es auf meinem Bildschirm.
Wassertemperatur 3,2 Grad, da geh ich besser nicht von Board.🚢😁
Tag 2 auf See, hinter mir liegt ein eher schwieriger Tag und von Board springen war eine denkeswerte Option.😷😂
Tag 1 war sonnig, recht mild und Wellengang bei ca. 4 Meter (ja, das gilt als mild). Beim Duschen immer auszugleichen ist echt anstrengend, daher war ich schon vor dem Frühstück eher bleich.
Man soll der Übelkeit​ mit kleinen Hâppchen Essen begegnen, das hat erstmal gut funktioniert…
Auf Deck die Sonne genossen und zu Infozwecken im Fitnessstudio vorbeigeschaut (ich kann das Grinsen in des Lesers Gesicht grad vor mir sehen 😂) und während Julia, die Trainerin die Geräte erklärte, wurde mir echt übel – man weiss nicht, lag es an der zu erwartenden Anstrengung, oder am Seegang 😋- und ich legte mich zur Sicherheit auf einen Liegestuhl an der Sonne. Liegen, das haben wir bemerkt, hilft wirklich, gegen Anstrengung und Übelkeit übrigens.😂
Wie auch immer, während dem Mittagessen, an der Salatbar – man muss wissen, hier gibt’s immer Essen, morgens grosses Frühstücksbuffet, Mittags 5- Gang Menü, Abends 7- Gang Menü, dazwischen Suppe, Kaffee, Kuchen und und und, daher beschränken wir uns am Mittag mit der Salatbar und lassen alle Zwischenmahlzeiten aus – musste ich grad sofort austreten, so schnell war ich noch nie in der Kabine und hab gemacht, was es zu machen gab. 😷 Schade um den Salat. 😔
Danach stürmte ich zur Anprobe der Expditionsanoraks- die natürlich grad dann stattfand😯.
Ich kam rein, die Mitarbeiterin sah mich an, sagte, dass ich einfach ruhig stehen bleiben soll, sie würde alles vorbereiten (ich sah wohl etwa grün aus), nahm eine Jacke, riss den Reisverschluss auf, ich probierte, ging nicht, zweite Jacke, Reisverschluss auf, rein, passte, mir liefen die Tränen runter, ein bisschen aus Erleichterung, ein bisschen aus Anstrengung , nicht über den Tisch zu brechen, hob die Hand zum danke sagen, stürmte wieder aus dem Raum, zurück in die Kabine, Toilette und der Rest des Salats war auch Geschichte,😛 rief Nadia an -ihr gings notabene auch nicht gut- fiel ins Bett und schlief Mal 1,5 Stunden.😴
Nach unserer Auferstehung gab es die Durchsage, dass das Kapitänsdinner auf den nächsten Tag verschoben wurde, im Nachhinein haben wir erfahren, der Kapitän war unpässlich ( Erbrechen😂) gut passierte das nicht nur uns😏.
Als wir so über das Schiff schwankten, sieht immer noch aus, wie wenn man nach 3 Stunden vom Glühweinstand weg kommt 😇, gabs mitleidige Blicke und gute Ratschläge, wir sahen wohl noch etwas mitgenommen aus.😂
Vortrag über Wale um fünf, Apėro um sechs (für uns gabs Pfefferminz- bzw. Assamtee😑 und freche Sprüche😊) und Abendessen um halb acht, alles gut, sogar das Glas Wein blieb drin, trotz 2 oder 3 Mörderwellen (Ruedi würde schon wieder abwinken, von wegen Mörderwellen), Absacker in der Observationsbar, wieder mit Tee natürlich, danach ab und Bett und gut geschlafen.
Heute Morgen sind bei trübem Wetter aufgewacht, guter Dinge, ohne Übelkeit und mit guten Vorsätzen. Dabei geht es vor allem um Alkohol 😂, heute endlich einmal einen Longdrink beim Käptnsdinner(wenn der wieder auf den Beinen ist) zu trinken und bei sich zu behalten….😎
Aber ja, wir haben auch schon beim Sportprogramm auf Deck mitgemacht 💃💃💃in Daunenjacke, mit stets etwas Gischt im Gesicht und nach wie vor schwankend…😁🚢

 


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