Taironaka, ein Tag im Paradies

Wusstet ihr, dass der Tayrona Nationalpark geschlossen ist? Nein, wir auch nicht, bis uns die wilde Hilde, nein, die Heide aus Deutschland­čśë darauf aufmerksam gemacht hat. Da waren wir aber schon unterwegs in den Norden. Leo, der Hotelbesitzer in Cartagena wusste es ├╝brigens auch nicht und ganz viele Rucksacktouristen stehen vor verschlossenen T├╝ren. Die Indios sind dabei, den Park spirituell und auch sonst zu reinigen. An sich ganz sicher eine super Sache. Schade nur, dass sie es nicht bzw. nicht ausreichend kommuniziert haben.­čśČ

Nun gut, wir haben ├╝berlegt wo und wie wir das Tayronagef├╝hl bekommen k├Ânnten und haben Thomas in die Taironaca- Ecolodge entf├╝hrt, da er sich extra f├╝r uns frei genommen hat. Er war schon ab und zu da und hat uns davon erz├Ąhlt, wusste aber nicht wohin der Ausflug geht. Wir haben zusammen mit den tollen Leuten an der Rezeption unseres Hotels die beste, schnellste und trotzdem bezahlbare M├Âglichkeit gesucht und gefunden. So haben wir ein Taxi gemietet und holten, nat├╝rlich erst nach dem Fr├╝hst├╝ck (mir hei ja Ferie), den Burschen in Gaira ab und dann gings ab in den Dschungel.

In the Jungle

In the Jungle

Mit Dschungel- Tom ­čśé

Mit Dschungel- Tom ­čśé oder ou unger Thomas el Loco bekannt

Dann folgende Situation: zwei ortsunkundige Schweizerinnen, ein ortskundiger Unwissender und ein (Achtung) ortsUNkundiger Taxifahrer (was wir nat├╝rlich nicht wussten) ┬áfahren Richtung Venezuela… Vorbei an Taganga, vorbei an Buritaca und vorbei an… genau, an Taironaka. Wir hatten nicht aufgepasst und das Schild nicht gesehen. Und so fuhren wir und irgendwann meinte Thomas, dass er hier noch gar nie war. Schluck, na da schrillten aber die Alarmglocken laut und wir merkten, dass wir schon g├Ąbig Richtung ungem├╝tlich unterwegs waren (das erweiterte Grenzgebiet ist nun nicht die beste Gegend). Daf├╝r kamen wir so, also auf dem R├╝ckweg, noch in den Genuss, den wunderbaren Palominostrand zu sehen.

Palomino

Palomino

Nun denn, gut eine Stunde sp├Ąter als geplant kamen wir im arch├Ąologisch- ├Âkologischen Reservat an und wanderten nach oben zur Lodge. Wieder einmal mitten durch den gr├╝nen, ├╝ppigen und saftigen Dschungel.

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Es ist ja Regenzeit hier und die M├╝cken umschw├Ąrmten uns gierig. Wir wurden trotzdem echt wenig gepiekst – wir sind sicher, das hat -nebst dem exzessiv eingeriebenen Repellente – mit dem Tiamin zu tun (bei Fragen dazu, einfach kommen). Allein der Weg nach oben war ein Erlebnis f├╝r die Sinne. Gr├╝ne, saftige Bl├Ątter, reife Sternfr├╝chte, dicke Mangos und ab und zu mal ein rascheln und ein dumpfes Aufprallen einer reifen Kokosnuss am Boden. Rote, violette, orange Bl├╝ten, die Papageienblume mal nicht in der Vase, ein Paradies halt.

Sternfrucht zum pfl├╝cken

Sternfrucht zum pfl├╝cken

Mangos

Mangos

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Oben, bei und um die Ecolodge leben Indios, gesehen haben wir drei – die andern sind hoffentlich im Tayrona flei├čig am s├Ąubern.

Lodge

Lodge

Verlassener Hauptraum der Kogi

Verlassener Hauptraum der Kogi, es roch aber noch schwach nach Feuer

Es gab ein einfaches, leckeres Mittagessen und im Anschluss gondelten wir auf dicken Schwimmringen (dazu g├Ąbs auch noch eine alte Geschichte…aber lassen wir das­čśü) den tr├Ąge flie├čenden Rio Don Diego runter.

W├Ąhrend oben die Sonne brannte, zogen bis unten immer mehr Wolken auf und wir wurden allen Ernstes gefragt, ob wir aus Zucker w├Ąren, oder auch Regen vertragen – Frechheit!!! Unversch├Ąmtheit, p├╝h, wereliwer war grad zwei Monate unterwegs inkl. 5000m h├Ą?

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Wir horchten auf Ger├Ąusche. Die Fauna dort ist dabei, sich langsam┬ázu regenerieren, nachdem jahrelang auf den Cocafeldern Gift gespritzt┬áund dabei die Tiere sozusagen ausgerottet wurden. Wir sahen V├Âgel und Affen und ab und zu einige Kinder aus den Siedlungen dort am baden.

B├Â├Â├Ârd

B├Â├Â├Ârd

Äffli

Äffli

Ansonsten waren wir alleine unterwegs und es blieb genug Zeit, Thomas el Loco mit der Schwimmringgeschichte zu amusieren. ­čśé Am Ende dieser friedlichen Reise und des Flusses, wo dieser ins Meer flie├čt, erwartete uns das Paradies. Ein wilder, sozusagen unber├╝hrter Strand. Eine D├╝ne, vorne das wilde, rauhe aber sehr warme Meer, dahinter der verh├Ąltnism├Ą├čig kalte Fluss, einfach unbeschreiblich sch├Ân und ausser uns kein Mensch weit und breit. ­čśŹ

­čśŹ

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Plaja

Plaja

In Gedanken auch noch beim Padi oder Buddy, der seit gestern den Strand aus dem Hundehimmel genie├čt.­čśś­čĺö­čĺô

In Gedanken auch noch beim Padi oder Buddy, der seit gestern den Strand im Hundehimmel genie├čt.­čśś­čĺö­čĺô

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Was f├╝r ein Erlebnis. Einmal mehr hat S├╝damerika, ganz speziell Kolumbien, uns wieder verzaubert. Besonders freuen tut uns auch, dass wir unseren Cousin ├╝berraschen konnten, denn bis zur M├╝ndung ins Meer ist er auch noch nie geschwommen. ­čśŐ Und dabei haben wir wiederum von seinem Wissen ├╝ber Indios, Flora und Fauna etc. profitieren k├Ânnen.

Mit diesem Ausflug schliessen wir langsam unsere Reise ab. Morgen und ├ťbermorgen wollen wir noch bizzli ausspannen, packen um uns am Freitag endg├╝ltig in Richtung Heimat zu machen.

Taironaca-, ein w├╝rdiger Tayrona-„Ersatz“ und als Abschiedstour auf jeden Fall eine gute Wahl!!


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